szmmctag

  • Es gibt immer etwas zu sagen

    Morgen ist der Ausflug ins Bürgerbüro fällig. Um nicht zu sagen, überfällig. Wenn alles gut geht, werde ich meine Tasche vom Fundbüro wiederbekommen, dann meine Adresse im Perso ändern lassen und mich offiziell ummelden, dann herausfinden, was mit meinem (seit Wochen ausstehenden) Reisepass los ist, und auf dem Weg nach draußen gleich noch eine Rolle Gelbe Säcke mitnehmen. Effizienter kann man kaum ins Bürgerbüro gehen.

    Zum heutigen Tage gibt es so viel nicht zu sagen Es gibt immer etwas zu sagen. Ich habe acht Stunden gearbeitet heute, was mir ein enormes Gefühl von Produktivität vermittelt hat, und zwischendurch den Überrest von Peruaner-Pedros und meinem gestrigen Mittagessen verdrückt. Das zweite Mal im Leben Spätzle. Diesmal mit Sahne-Käse-Pilzsauce, die ich mir heute früh noch die Zeit genommen habe zuzubereiten.

    Es ist so angenehm, zur Arbeit gehen zu können, wann immer ich möchte. Ich wache auf, mache erstmal Musik an - gesegnet sei meine Stereo-Anlage; seitdem sie hier ist, haben sich meine Musikhörgewohnheiten schlagartig zum "Mehr" hin geändert - und hüpfe mit guter Laune im Haus herum. Trudi ist seit gestern wieder weg; ich werde die nächsten zwei Wochen die Wohnung wieder für mich alleine haben, was ich ungemein wunderbar finde. Nächstes Mal möchte ich bitte allein wohnen, das wär's doch. Trudi ist unordentlich und wirkt meinem seit Neuestem recht ausgeprägten Sinn für Sauberkeit und Ästhetik entgegen.

    Ich bin nur noch am Aufräumen gewesen in den letzten paar Tagen, sofern ich denn Zeit dazu hatte und nicht gerade in der Arbeit war. Es scheint jetzt so zu sein - entweder ich arbeite, oder ich unternehme etwas, oder ich räume auf. Das ganze tagelange Nichtstun ist auf ein Mal weg. Und sobald es sich wieder anschleichen möchte, so wie am Wochenende, hält mich irgendetwas davon ab. So wie im Fall des vergangenen Wochenendes Peruaner-Pedro (langsam habe ich schon den Eindruck, ich sollte ihn zum Default-Pedro machen, da der Kepa-Pedro momentan nichts von sich hören lässt), der es tatsächlich fertiggebracht hat, mich drei Mal an zwei Tagen aus dem Schlaf zu klingeln. Robert schlug mir vorhin vor, doch mein Handy nachts auf lautlos zu schalten, aber dafür lege ich zu viel Wert darauf, für jeden erreichbar zu sein, wenn irgendetwas sein sollte. Wenn ich schon immer sage, man kann mich zu jeder Uhrzeit anrufen und ich bin da.

    Aber im Fall des Peruaner-Pedros hatte das eben die unangenehme Konsequenz, dass Freitag Nacht um kurz vor eins mein Chill-Wochenende stilvoll eingeläutet wurde ("pero normalmente no duermes a estas horas!"), weil er dringend für seinen Urlaub Klamotten shoppen gehen musste und nunmal keine Ahnung hatte, 1) wie man das macht und 2) was wozu passt und 3) das Übliche eben. So durfte ich dann meine Beraterkünste zum ersten Mal im Leben an einem Mann ausleben, eigentlich gar nicht so unlustig. (Mit Peruaner-Pedro schon gar nicht.) Zu dem Vergnügen kam ich auch nur, weil Sarah, seine Bonita, die Glückliche, sich entspannt bei ihrer Familie in Lindau herumtrieb.
    Eigentlich bin ich ganz froh drum. Ich kam zwar um neun Uhr abends mit Kopfschmerzen und in einem halbtoten Zustand nach Hause (ich erwähnte), aber 1) es war wirklich lustig, 2) er hat mir Mittagessen ausgegeben und 3) was hätte mich denn sonst erwartet - ein ganzer untätiger Tag, wie überaus unmöglich in diesem meinem tatenvollsten Lebensabschnitt aller Zeiten.

    Morgen (inzwischen heute) wird dann wirklich erstmal ruhig im Haus verbracht, mit Grund: Es kommt gescheites Internet ins Haus. Dafür werde ich einen halben Tag lang auf den Internetmenschen warten, nämlich genau so lange, bis ich losmuss, um zur Abwechslung mal wieder meine foodsharerischen Pflichten zu erfüllen. Also hoffe ich für ihn, dass er bis 13.30 Uhr kommt.

    Zu früh soll er aber auch nicht kommen, sonst werde ich schon wieder von einem Klingeln geweckt. Wenn auch diesmal von dem der (wenigstens inzwischen funktionierenden) Haustürklingel. Vorsichtshalber ewrde ich jetzt mal versuchen zu schlafen, auch wenn der Kaffee in der Arbeit heute (äh, gestern) wirklich unnormal reingehauen hat und ich den halben Tag mit Panik und danach bis jetzt mit absolut wunderbarer Aufgedrehtheit und herrlicher Laune gelebt habe und eigentlich nicht einschlafen müsste jetzt. Aber versuchen kann man es ja mal.

  • Wahl oder nicht Wahl.

    Verdammt.

    Nichts da "verdammt". Was laberst du?

    Habe ich je erwähnt, dass ich meinen bescheuerten Fünfer-Tick komplett bekämpfen konnte? Es ging unfassbar einfach. Nach ein paar Wochen des bewussten Entgegensteuerns hatte ich schon gar nicht mehr das Bedürfnis, irgendetwas in Fünferschritten zu erledigen. Und das, nachdem das Alien in meinem Kopf mir jahrelang nicht erlauben wollte, irgendetwas nicht in Fünferschritten zu erledigen. Wenn das mit allem so einfach geht, könnte ich mich innerhalb weniger Monate vermutlich komplett von dem Alien befreien.

    Fiel mir nur gerade so ein. Das muss doch auch erwähnt werden, so ein Erfolg.

    Ich bin nämlich permanent am Kämpfen. Das ist auch der Grund, aus dem ich gestern geringfügig entsetzt war, als Peruaner-Pedro mir sagte, man müsse nur wollen, dann könne man seine Depression heilen. Und noch ein paar Sachen, die mich so fassungslos machten, dass ich ihm geradewegs ins Gesicht gesagt habe, dass er mich beleidigt. Er hat da unwissentlich einen Nerv getroffen, von dem ich keine Ahnung hatte, wie blank der eigentlich liegt. (Vielleicht so, wie der Ukumensch durchdreht, wenn man ihm sagt, er würde zu viel denken.) Aber er wusste einfach nicht, was er sagt. Er hat Sachen erlebt, die Andere in den Wahnsinn gestürzt hätten, und die darauf folgende Phase der Zerstörung und des Wiederaufbaus in sich als Beispiel genommen für Depression, eine, aus der er sich selbst befreit hat. Er wollte nur helfen. Er hat sich auf etwas bezogen, das seinen Ursprung außerhalb eines hormonellen Ungleichgewichts zwischen den Synapsen hatte. La diferencia entre los dos tipos distintos de depresión no la tiene presente. Er hat Ansichten, da schaudert es einem von Kopf bis Fuß, da werde ich nichtmal versuchen, mit ihm je wieder darüber zu reden. "La gente no tiene por qué ser pobre." Aber es hat seine Wurzeln alles in seinem Leben.

  • Exhileration

    Me encanta que me tengan confianza.
    A veces creo que para eso vivo.

    Für alles Weitere bin ich zu müde. Eigentlich fühle ich gar nichts. Vor lauter Müdigkeit. Wie müde kann man sein?

  • Einige erfreuliche Neuigkeiten

    Erstens. Es ist Wochenende. Ich werde nichts machen. Das ist so ungemein wertvoll.

    Zweitens. (Das wird die - obschon zweifellos hochgeschätzten, mit diesem Thema wohl eindeutig überschwallten - Leser weniger erfreuen, mich dafür umso mehr.) Nachdem sich meine Anlage nunmehr aufgebaut in meinem Zimmer befindet, habe ich angefangen, mal wieder meine CDs zu benutzen, mir im Rahmen dieses Projektes Ken Zazpis Atzo da bihar vorgenommen und zu meinem großen Erstaunen festgestellt, dass ich beträchtliche Teile der Lieder einfach verstehe.
    Wie unglaublich ist das bitte. Ich bin überglücklich. Zumindest Ken Zazpi-Vokabular habe ich also mittlerweile drauf.

    Drittens. Tasche ist aufgetaucht. Stein vom Herzen, ich sag's dir - und ich kann mein unermessliches Glück mal wieder nicht glauben. Es scheint alles noch drinzusein. Inklusive CDs, Häkelnadel und - ja - auch meinem Geldbeutel. Dienstag habe ich Zeit, sie abzuholen. Bei der Gelegenheit kann ich mich auch gleich mit meinem frisch zurückerstandenen Perso ummelden gehen, bei der Gelegenheit gleich auf selbigem meine Adresse ändern lassen und meinen ebenso frisch zurückerstandenen Reisepass gegen meinen neuen eintauschen. Das wird ein lustiger Nachmittag im Bürgerbüro.

    Viertens. Ich habe vorhin mit Susmita geredet. Sie ist zwar gestresst und erkältet, aber hört sich halbwegs positiv an, was ihre Erfahrungen in Finnland angeht. Es tat gut, mit ihr zu reden. Wir haben Ewigkeiten telefoniert.

    Fünftens. Am 2. September gibt's endlich ordentliches Internet.

    Sechstens. Ich scheine aus dem gröbsten Chaos rauszusein. Mein Zimmer ist fertig eingerichtet, ich habe schon anfangen können, ein bisschen im Garten zu werkeln, bin regelmnäßig, aber nicht übertrieben viel in der Arbeit und fühle mich wohl mit meinem Leben. Daniel fährt nächste Woche nach Spanien runter, sodass die Euskera-Stunden vorerst wegfallen (an sich ja nicht die beste Nachricht aller Zeiten, aber immerhin bringt mir das einen Vormittag mehr Zeit und Ruhe), und Sarah geht Mitte des Monats nach Bolivien, was mir zwar (ebenfalls nicht erfreulich, natürlich) eine meiner liebsten Personen hier für geraume Zeit wegnimmt, aber andererseits auch wieder Ruhe und Zeit verschafft. Ich hoffe, es diesen Sonntag endlich mal wieder zum Foodsharing-Treffen zu schaffen.

    Siebtens. Meine Medis wirken grandios; ich fühle mich ziemlich gut und habe weder Katastrophenstimmung noch übermäßig oft Panik. So muss das sein. Auch wenn die Euphorie von vor dem Absetzen nicht mehr da ist, aber das ist ganz in Ordnung so. Das hat mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, die Aktion. Da bin ich nicht so gerne, aber es ist auch besser, als jeden Bezug zur Realität zu verlieren. Schätze ich.

    Achtens. Menschen schreiben mir. Ich habe nie das Gefühl, dass niemand an mich denkt momentan. Und ich verbringe so viel Zeit außerhalb von Facebook, dass gar nicht erst die Möglichkeit besteht, wie so oft alle drei Minuten vorbeizuschauen und dann von der leeren Inbox irrational frustriert zu sein. Dieses Gefühl ist so überflüssig. Mir wird gerade erst klar, wie viele Menschen sich dem wohl (so aktiv wie unbewusst) aussetzen, einfach indem sie viel zu oft ihr verdammtes Facebook checken, so, wie ich es auch mache, wenn Zeit dafür da ist. Wie sagte ich damals ergänzend zu diesem Video, "to the waiting, an eternity." (Ich vertrau' einfach mal darauf, dass ich das richtige Video erwischt habe - unser vorläufiger Router macht uns inzwischen manchmal selbst das Laden von Bildern unmöglich, von Videos gar nicht erst zu reden.)

    So sieht's aus. Das ist doch schön, das alles.

  • Writer's Eyes

    Uxue Apaolaza. Seitdem ich mit Daniel das eine Mal pro Woche einen ihrer Texte durchackere, habe ich wieder Ambitionen zu schreiben. Nicht beschreiben, blogmäßig, tagebuchmäßig, sondern so richtig, stilistisch wertvoll, kreativ, poetisch, metaphorisch, alles. Seitdem sehe ich die Welt wieder mit ganz anderen Augen. Schreiberaugen, könnte man fast meinen. Auf einmal erscheint mir jedes kleine Facettchen wie eine Inspiration. Da sieht man mal wieder, was für ein psychologisches Gefudel eigentlich das Schreiben ist. Was auch immer du schreibst, es ist nichts Besonderes; es war schon in aller Leute Augen. Alles, was du machst, ist eigentlich, zu schreiben, was jeder sieht, nur mit anderen Wörtern, welchen, die sie alle nicht sehen. Manchmal. Und manchmal ist es auch anders, und selbst das funktioniert.

    Ich habe einen atemberaubenden Satz heute hinbekommen in meinem privaten Euskera-Unterricht:

    "Allí se ven cosas que normalmente no se ven."

    Natürlich habe ich jetzt wieder vergessen, wie man das sagt. Han, normalean ikusten ez dituen gauzak ikusten da? Ditut? Dituzte? Oh je. Mein Kopf wird schwammig und fordert mich zum Schlafengehen auf. Es war auch nicht gerade der unanstrengendste Tag meines Lebens. (Aus Hamburg wiederkommen, Euskera, kurz nach Hause, in die alte Wohnung zur Vorabnahme, kurz nach Hause, eine Wand der alten Wohnung streichen, Zimmer und Terrasse zu Ende leerräumen, zum Zähringer fahren, Tasche verloren haben, zurück zur alten Wohnung, Tasche suchen (erfolglos), kurz nach Hause, zur Polizei mit Trudi und ihrem Bruder, nach Hause, EC-Karte sperren, Schokofondue mit Film (Charlie & the Chocolate Factory, was gibt es Passenderes) und ab ins Zimmer. Ruhe. Googlen, wie man mit wenig Platz im Kleiderschrank viele Anziehsachen unterbringt (Kopenhagen war erfolgreich). Schlafen.) Ade, gabon.

  • zaila da

    Es geht wieder besser. Mein gestörter Kopf scheint sich ein wenig beruhigt zu haben. Ich habe auch keinen Drang mehr zu heulen. Ich bin sehr müde (auch wenn es geschlagene zwölf Uhr war, als Pedro heute an meine Terrassentür klopfte, um mich nach Hause zu transportieren), aber das musste doch noch mitgeteilt werden.

    Ich hab' mich gerade in diesem Lied wiedergefunden.

    Hätte ich daran gestern gedacht, wäre nichts Gutes dabei herausgekommen.
    Ich bin verwundert, weil ich mich immer einsamer fühle, obwohl ich immer weniger auch nur dazu komme, für mich alleine Zeit zu verbringen. Hoffentlich spielen mir die Medis keinen Streich; nicht dass sich meine Wahrnehmung wieder verzerrt.

    Am meisten verwundert mich das Gedicht von Kepa-Pedro. Genauer gesagt seine Akkuratheit. Es ist Wort für Wort so akkurat, dass ich damals unwillkürlich das Bedürfnis hatte, mich dazuzustellen, zu dem sehr einsamen Mädchen im Garten hinterm Blumenbeet. Es ist schon ziemlich merkwürdig, wenn über dich solche Wahrheiten geschrieben werden, dass du nach über einem Jahr erst feststellst, wie wahr sie waren. Und nicht aufhörst, dich zu wundern.
    Wenn ich wieder wach und zurechnungsfähig bin, schau ich mir das Ding nochmal an. Danke, Facebook, für unendliche Verlaufspeicherung.

  • Es que la madre de José me está volviendo loco.

    Drei Uhr sechs. Mich selbst verblüffende nächtliche Fluchtaktion in meine alte Wohnung: Check.

    Grund? Vermutlich bloß der, dass ich jetzt offenbar vollkommen durchdrehe.

    In meinem neuen Bett liegen Sarah und Peruaner-Pedro, die irgendwann zwischen der zweiten Hälfte von Dead Poets Society und dem Lichtausmachen zu der Einsicht gekommen zu sein scheinen, dass sie sich gegenseitig wohl wirklich ziemlich gerne mögen. Von seiner Seite aus war das wenig überraschend, vor allem weil er mir ein paar Stunden davor noch im Auto selbst eröffnet hatte, dass er Sarah toll findet. Sie dagegen dürfte jetzt noch um einiges verwirrter sein als vorher.

    Um Sarahs Männerleben kurz zu skizzieren: Es gibt einen, den sie mag, aber es ist kompliziert. Dann gibt es einen, der sie vergöttert und mit dem sie sich zur Zeit eigentlich auch mehr oder minder "arrangiert" hatte - sie mag ihn zwar auch, aber ihre Begeisterung hielt sich von Anfang an in für mich Skepsis erregenden Grenzen. Jetzt gibt es noch einen, der sie mag; den mag sie offenbar auch. Uff.

    Ja, uff, ich sag's dir. Nun begab es sich heute, dass ich einfach unfassbar dramatisch gelaunt war und mal wieder meine entsetzlichsten Seiten zum Vorschein kamen. Üblicherweise werden die von Medikamenten übertüncht und das ist ganz gut so. Heute Abend hat das Tablettchen keine Anstalten gemacht, irgendetwas zu übertünchen. Pedros Geständnis mir gegenüber, dass er Sarah toll findet, hat mich volle Kanne umgehauen wie ein Schlag ins Gesicht. Nicht weil ich ihn selbst toll finden würde, einfach weil (oder zumindest lautet so meine eben auf der Wanderung hierher ausgetüftelte Theorie) ich es einfach nicht mehr aushalte, wie ringsherum Leute zueinanderfinden. Wie einfach es für sie ist. Wie Sarah alle paar Minuten jemanden abzustauben scheint in letzter Zeit, wobei mir zwei der drei Kandidaten zu verdanken waren. (Das Tragische ist ja vor allem.. ach, nee, lassen wir das.) Wie unmenschlich missgünstig ich bin. Caro hatte so Recht, als sie das damals sagte. Sie hatte so Recht.

    Ich kam mir dann in meinem Bettchen einen kleinen Tick wie ein Fremdkörper vor, konnte (ursprünglich Dead Poets Society-induzierterweise) nicht aufhören zu heulen und ganz bestimmt nicht einschlafen, so sehr ich's versucht habe (das Geflüster der beiden half auch nicht) und beschloss irgendwann, mich taktvoll aus dem Staub zu machen. Was nicht unbedingt einfach zu bewerkstelligen war in Anbetracht der Tatsache, dass die Aufgabe darin bestand, mich aus meinem eigenen Haus taktvoll aus dem Staub zu machen. (Wir hatten seit Freitag Abend ununterbrochen Zeit zusammen verbracht; das Sleepover in meinem zum Glück zumindest ausziehbaren Bett ging heute schon in die zweite Runde.) Ich hab' mich dann im Dunkeln mit meiner Decke bewaffnet aus dem Zimmer geschlichen, bin natürlich in der Küche erstmal geradewegs gegen irgendetwas auf dem Boden Befindliches geknallt und hätte die halbe Welt aufgeweckt, hätte diese denn vorher geschlafen, habe dann ohne Licht einen Zettel geschrieben, auf dem ich ungefähr die Situation erläutert habe, und mir unter dem Vorwand des Nichtschlafenkönnens den Computer aus dem Zimmer geholt, mit Sarahs Hilfe sogar. (Es ist immer noch Chaos in meinem Zimmer.) Und ab ging's, nach einer offenbar erfolgreichen Leise-Rausbewegungs-Aktion, ab nach Ehemals-Zuhause. Wie praktisch, dass ich diesen Monat zwei Zimmer habe.

    Und jetzt geht's mir besser. Whoa,ich musste so dringend allein sein, ich hab's nicht mehr ausgehalten da drin. Jetzt habe ich schon den Eindruck, dass ein halbwegs gesunder Geisteszustand wieder bei mir Einzug hält. Ich kann mich schon fast nicht mehr in die suizidal angehauchte Stimmung vor einer Stunde hineinversetzen. Das ist sehr gut.

  • "A veces creo que soy un poco hiperactivo."

    Sagte mir Peruaner-Pedro vorhin - easily der hyperaktivste Mensch, den ich je kannte.

    Im Folgenden eine Erwiderung, die mir erst einfiel, als ich schon fast zu Hause war - natürlich. Weil Schlagfertigkeit und ich einfach nicht zusammen existieren können.

    "Ya te digo, es bastante aburrido no ser hiperactivo. Todos los pensamientos son tan lentos.. nunca se le ocurren ideas locas a uno.. bueno, a veces sí, pero no tantas."

    So weit, so gut - das hab' ich auch in der Originalsituation hinbekommen.

    "Yo muchas veces no lo soy. Y siempre creo que.. que me falta algo. Un poco de ánimo, un poco de optimismo... O sea, es bueno ser como eres tú. Bueno, me preocupo un poco por el tiempo de vida que vas a perder por dormir siempre tan pocas horas.. y por siempre gastar tanta energía. Pero en fin, es energía bien gastada.. en una vida que vale la pena vivir."

    Das wiederum hab' ich dem spärlich bewölkten Sternenhimmel erzählt, meiner Straße und dem Kies vor meinem (noch immer) neuen Zuhause, auf dem ich mein Fahrrad abgestellt habe.

    Es ist viel zu spät; wie um alles in der Welt soll ich gleich schon wieder arbeiten. Was für ein Glück ich habe, dass ich nicht um acht auf der Matte stehen muss in meiner Arbeit.

    Mein Umzug (so viel Mein in diesen paar Zeilen) ist jetzt vollbracht. Das war vielleicht eine Aktion vorhin; mit dem Foodsharing-Fahrradanhänger und Sarahs Hilfe habe ich aus zwei Wohnungen Zeug in meine neue verschleppt - oh, ich freue mich schon so darauf, Susmitas Regal in meine sich langsam herauskristallisierende Zimmerstruktur einzugliedern. Dann habe ich auch endlich wieder Stauraum für die restlichen am Boden verbleibenden Gegenstände.

  • Wenig Zeit für Nichts

    Boah, was für ein Leben. Ich bin ganz entsetzt darüber, wie meine Ferien mir wie Sand durch die Finger rinnen.
    Um den bisherigen Monat August kurz zusammenzufassen:

    Meine Eltern waren hier und haben zwei Tage lang geholfen, meinen Umzug zu komplettieren, inklusive diversen Baumarktbesuchen und unzähligen Möbeltransportaktionen mit dem eindeutig zu kleinen Auto.

    Zwischendrin Weinfest mit Sarah und Peruaner-Pedro und Besiegelung einer denkwürdigen Zukunft.

    Freiburg mit den beiden. Wir kamen bei Pedros ehemaliger Gastfamilie unter und machten Ausflüge mit seinen lauten und hyperaktiven Gastschwestern. Das und Musik (Zahnweh!) und die englische Übersetzung von Chris' BA-Thesis-Abstract (es wird für immer "Sozialisationsvariablen" drinstehen... oh Chris, warum hast du nicht gründlicher durchgeschaut, du hast doch gesagt, wir sollten unbekannte Begriffe einfach stehenlassen!).

    Mein neues Zuhause als Sammelstelle aller üblichen Verdächtigen. Versammlung mit Susmita und ihrer Mitbewohnerin Mai, Trudi und meinen zwei Reisekameraden in unmittelbarem Anschluss an unsere Rückkehr aus Freiburg am Sonntag Abend.

    Dosierung der Medis wieder auf eine Ganze am Tag hochgestellt. Panik ist seitdem extrem zurückgegangen.

    Arbeit, viel davon, jeden Tag letzte Woche. Außer Dienstag, da Euskera mit Lisa und Daniel und mittags Foodsharing ohne Anhänger, da Kupplung kaputt und kleiner Anhänger nicht da. Interessant war das. Ansonsten mehr Arbeiten. Viele Stunden gearbeitet. Kam mir vor wie vollzeitbeschäftigt. Es war schrecklich. Es wird weiter so sein; ich arbeite diese Woche schon wieder drei Tage.

    Mit Robert und Janine geredet, ein Mal, ein einziges. Mit Laura seit dreihundert Jahren nicht mehr geredet. Schaffe es kaum an den Computer, geschweige denn zu Skype. Fühle mich merkwürdig ohne diese zusätzliche Dimension in meinem Leben. Frage mich, wie ich für sie wieder Platz schaffen kann.

    Besuch von Caro. Sie kam Donnerstag Nachmittag. Abends Reiskocherpfannkuchendebakel mit Susmita ("What do you want to make?" -"Nothing that makes me smell like curry, I can't do my laundry anymore until Saturday." -"So, no Indian food! Shit." -"We could try these rice cooker pancakes.") und Caro, Chris und Sarah und Pedro. Mosquitoplage im Garten. Letzter Abend mit Susmita für die meisten Anwesenden. Abschiede.

    Freitag Arbeit. Nachmittags Backen mit Caro; ich wollte Susmita mit einem Zimt-Zucker-Auseinanderziehbrot eine kleine letzte Freude machen. Natürlich wurde es später, als ich gedacht hatte, aber es war in Ordnung. Eigentlich wollte sie früh ins Bett gehen, weil sie panische Angst hatte, am frühen Samstagmorgen ihren Wecker nicht zu hören und ihren Flug zu verpassen. Sie hat sich sehr gefreut über das Mitbringsel. Caro und Mai, Susmita und ich saßen ein bisschen bei ihr in der Küche. Reden und das frisch gebackene Backwerk verzehren und Tee trinken. Kurze Besichtigung der übriggebliebenen Gegenstände, die ich noch irgendwann aus Susmitas Zimmer schaffen muss. Dann Abschied. Sie ist jetzt schon seit zwei Tagen in Finnland. Nicht mehr hier. In Finnland. Weg.

    Von dort aus mit Caro in die Stadt, mit Sarah, Manu und Pedro ins Brauhaus.

    Samstag nach Liechtenstein in der gleichen Konstellation. Vaduz sehen. Es war schön. Abends zusammen Seenachtsfest mit Feuerwerk (oder dem Teil davon, den wir ohne zu zahlen sehen konnten) und Döner. Danach Wein am See. Herrliches Leben.

    Gestern ausschlafen (!). Frühstück im Garten. Vermieter war Freitag mit seinem Sohn und noch mehr Leuten da und hat im Garten gewerkelt. Ein Riesenbaumstamm ist gefällt, ein Verschlag abgerissen, Licht eingezogen. Wo vorher der Verschlag war, haben Caro und ich den Tisch hingeschleppt, der anfangs in meinem Zimmer stand. Sonnenschirm aufgespannt. Tausende Sachen auf dem Tisch stehen gehabt. Sommer und Garten. Für mich ein Traum.

    Dann mit Sarah und Manu in die Stadt, Eis essen. Zeit wurde knapp, weil Caro losmusste. Nachher mit Sarah und Manu zu mir, Pedros Auto holen, das wir hier abgestellt hatten. Die beiden fuhren ihn vom Media Markt abholen. Ich blieb zu Hause, um endlich, endlich ein bisschen Ruhe zu haben. Nach zwanzig Minuten standen sie alle wieder vor meiner Haustür. "Venimos por más té." ("No más té?"..) Wie es üblich ist, wurde mir durch den Briefschlitz von diesem verrückten Menschen Wasser ins Gesicht und den Hauseingang gespritzt. Dieser Gartenschlauch ist ungünstig direkt neben dem Eingang, wenn man von Pedro besucht wird.

    Tee trinken zu viert bei mir auf dem Bett. Alle zusammen in die Stadt zum Chifa. Ewigkeiten aufs Essen gewartet, aber es war lecker. Sarah se enchiló. Es war lustig, weil Manu sagte, diese Chilis wären una ensaladita, no más. Ella lo prueba y casi se muere. Ich kam verhältnismäßig früh nach Hause, gegen halb elf. Regen wie Sintflut. Fast hätte ich vergessen, den gelben Sack rauszubringen.

    Heute Kochen mit Sarah und Pedro. Das köstliche peruanische Essen, das seine Gastmutter letztens für uns gemacht hat. Und dann Mojitos. Und morgen wieder Uni und Foodsharing. Mittwoch bis Freitag arbeiten. Dann Luzern mit den beiden. Misión imposible III. Sonntag vielleicht Bern. Montag dann entweder arbeiten oder nicht. Ich hoffe nicht. Dienstag Uni und Foodsharing und dann nach Hamburg mit Sarah. Freitag nach Kopenhagen mit ihr und Mama. Sonntag zurück nach Oldesloe, Montag aller Voraussicht nach zurück hierher. Ich bezweifele, dass es in diesem Leben mit dem Reisepass und Visum für Russland noch etwas wird. Sie melden sich einfach nicht. Es wird nichts mehr, Ich habe es wieder einmal geschafft zu failen.

    Es sind wenig ruhige Minuten in Sicht. Heute ist meine Atempause.

  • Ein Déjà-Vu.

    Gerade aufgewacht.
    Traum. Es war ein Traum. Ich bin geringfügig erschüttert davon, wie froh ich bin.

    Links neben mir an der Wand sitzt eine zuckersüße natürliche Blondine, die mit etwas, das sie sagt, seine Aufmerksamkeit erregt und ihn dazu bewegt, quer durch den Raum zu uns zu kommen. Er schaut sie mit einer solchen Intensität im Blick an, dass ich mich schon frage, wie sie das aushält.

    Eine gute Freundin von mir ist da, auf einmal. Sie setzt sich rechts neben mich und wir drei fangen an, uns angeregt zu unterhalten (die Blondine ist nicht mehr da). Wir lachen so sehr, dass ich kaum mehr aus den Augen gucken kann. Sie küssen sich direkt vor meinen Augen, im wahrsten Sinne des Wortes. Weil ich im Weg bin, kann ich nichtmal genau feststellen, was los ist. Sie sagt perplex, "war das gerade ein zwischenmenschlicher Moment?". Er bejaht. Darauf sie: "das war unser erster Kuss!" Ich bin noch verwirrt und sage, "eurer oder unserer?" - weil ich, wie gesagt, so im Weg saß, dass kaum festzustellen war, ob sie nun mich küsst oder ihn.
    "Meiner und seiner", sagte sie lachend. Mich durchzuckt ein ekliges Gefühl. Ich lache auch und weise sie darauf hin, dass es dann doch aber doch gar nicht stimmt. "Da hast du aber was vergessen." Zumindest soweit ich informiert war.
    Sie ist neugierig, was das Verhältnis zwischen ihm und mir betrifft, und fragt ihn. "Ach was, wir sind Freunde", sagt er. "Es gab noch keine Gelegenheit, bei der ich sie gewollt hätte." (Es klang im Traum auf alle Fälle grammatikalisch korrekter; keine Ahnung, was da los war. Ich bin auch ziemlich sicher, dass es Deutsch war, obwohl es auf jeder anderen Sprache mehr Sinn macht.)

    "Mhm", mache ich und falle zurück - das trifft es wirklich ganz gut - in die vertraute "und das macht mir auch gar nichts aus"-zweite Haut, die einen so einschnürt, dass man nicht mehr weiß, wie man noch atmen soll. Selbst im Traum war ich entsetzt über das Wiederauftreten einer solchen Konstellation in meinem Leben. Es machte mir sehr viel aus.

    Sie war beruhigt. "Siehst du, du hast dir schon wieder Sachen eingebildet. Du bildest dir immer alles ein." Und zu ihm: "Ihre Beziehungen sind nämlich immer einseitig."

    Ich, von dieser Dreistigkeit wie vor den Kopf geschlagen, fange an, wie wild vor ihrem Gesicht herumzufuchteln, damit sie aufhört zu reden. Sie kann doch das nicht einfach so sagen. Aber sie hört nicht auf. Sie hört nicht auf; ich kann immer weniger glauben, was sie buchstäblich über meinen Kopf hinweg alles über mich auspackt. Meine schlimmsten Ängste und Unsicherheiten. Warum um alles in der Welt tut sie das?

    Irgendwann gehe ich weg, was, glaube ich, auch das Ende des Traumsegments war.

    Und ich mache mir Sorgen, was das nun für mein waches Leben zu bedeuten hat.

  • Umgezogen

    Nicht ungezogen, nein, das ausnahmsweise nicht. Um... um.

    Inmitten meines Chaos sitze ich auf meinem bequemen neuen Stuhl, Computer auf dem Schoß, und höre Argiak nun eben in einer anderen Wohnung als vorher, das Umfeld also hat sich geändert und, ja, es war ein anstrengendes Wochenende und wird noch eine anstrengende Woche - bis ich mich vom Klausurenstress mal erholen kann, wird es bis September dauern - aber ansonsten ist alles wie immer.

    Ich könnte so viel schreiben - es sind mir eine ganze Menge lustiger und bestimmt erzählenswürdiger Sachen passiert während des Umzugs, und ein paar Fails natürlich ebenso, aber natürlich - dadurch, dass es eben doch Einiges war, das ich erlebt habe - habe ich schon wieder keinen Nerv auf Rekapitulation.

    Caro findet, Euskera würde sich anhören wie Japanisch. Ich verstehe ihren Punkt, aber über den bin ich inzwischen ein gutes Jahr hinweg.

    Sie kommt mich bald besuchen. Sie ist am gleichen Tag umgezogen wie ich, in eine Wohnung zur Zwischenmiete für das nächste halbe Jahr, in dem sie ihre Bachelorarbeit schreibt. Bis sie fertig ist eben.

    Ich muss meine Handy-PIN wiederfinden, und das ganz schnell. An diesem einen Tag, seitdem ich gemerkt habe, dass ich sie verlegt habe, ist schon genug dadurch schiefgegangen. Wie abhängig man ist, wie unfassbar abhängig.

    Morgen: In die alte Wohnung, schauen, ob die PIN dort herumliegt.
    Dann in die Kanzleistraße, einen Mülleimer bekommen, wenn alles gut geht.
    Dann in die Uni, wo Lisa und ich uns mit Daniel für Euskera-Konversation treffen. Das hab' ich doch gut angezettelt, ich bin stolz auf mich! (Mal wieder.)
    Dann zur Tafel, Essen retten (und bei der Gelegenheit hoffentlich gleich die gähnende Leere meines eigenen Vorrates an Grundnahrungsmitteln aufstocken).
    Dann in die Arbeit, ein Stündchen oder zwei.
    Dann mit Sarah nach Hause, um ihr das Chaos hier zu zeigen, und - falls sie daran vorbeischauen kann - die Wohnung. Sie wird so begeistert sein, wenn sie diesen Garten sieht. Oh, ich freu' mich schon. Und dann versuchen wir, diesen Schreibtisch in den Keller zu stellen, der bisher mein Zimmer verstopft.

    Irgendwie sieht es nicht so aus, als würde noch ein bisschen Zeit übrigbleiben, um endlich anzufangen, meine Möbel von Lisa zu holen. Ich habe seit Tagen schon ihren Schlüssel und komme einfach nicht dazu, ihre Wohnung auszuräumen. Von ihr bekomme ich Kleiderschrank, Bett und eine Kommode. Ersteren habe ich (bzw, hat ihr Freund) am Samstag schon auseinandergebaut. Ja, eigentlich kann man fast sagen, Johannes hat das Ding allein zerlegt - Lisa und ich standen daneben und haben uns unterhalten und gelegentlich mal ein fertig ausgebautes Teil zur Seite gelegt. Nunja. Jedenfalls wird das nicht gerade der einfachste Möbeltransport aller Zeiten, aber nachdem Pedro schon fünf Mal hin- und hergefahren war, konnte ich ihn um zwölf Uhr nachts schlecht noch bitten, jetzt noch meine Möbel aus Lisas Wohnung zu holen. Wie lieb er einfach war und die ganze Zeit meinte, wir sollten uns nicht stressen. Ich habe ihn auf Pizza und Bier zu uns in die Wohnung eingeladen, aber er meinte, es müsste auf gar keinen Fall sein. Er wünscht sich als Bezahlung lieber ein Privatkonzert in seinem Zimmer. Und eine Binfire-CD mit Autogrammen. Wenn das nichtmal ein guter Deal war, weiß ich auch nicht. Vielleicht könnte ich ihm anbieten, ihm einen Song zu schreiben, wenn er dafür meine Möbel noch mit mir holt? Hm, nein, ich will ihn echt nicht mehr belästigen, er war schon hilfsbereit genug. Und unterwegs habe ich Einiges über seinen Aufenthalt in Deutschland erfahren. Solche Geschichten sind immer, immer interessant.

    Zer ezkutatzen zuen
    begi ilunetan?
    Zer kantatzen zion
    haizeari?

    Ich weise Symptome von Verliebtsein auf, was dieses Album betrifft. Es ist permanent in meinem Kopf; es wird immer besser, je mehr ich mich damit beschäftige; ich will der ganzen Welt davon erzählen; es ist mein halber Lebensinhalt gerade; es flasht mich bis an die Grenze der Ohnmacht; ich habe Schwierigkeiten, in Worte zu fassen, wie überwältigend es ist - und ich sitze nachts vor dem Computer mit Headset auf und kann mich nicht dazu bewegen, es auszumachen, um schlafen zu gehen. Das sind eindeutige Parallelen zu Verhaltensweisen, die ich in der Vergangenheit gerne mal an den Tag gelegt habe, wenn es um Menschen ging. Das Gute an dem Album ist, ich liebe es und es wird trotzdem auf alle Zeit weiter mit mir reden.

    Was ironisch ist, weil ich tatsächlich gerade Ezezagunak höre.

    Zer ginen ta zer bihurtu garen, ez du sentsurik.

    Ich hab' doch so einen Schaden, das ist doch nicht mehr normal.

  • Schulterklopfer

    Ich bin stolz auf mich. Das hat verschiedene Gründe, die ich im Folgenden erläutern werde.

    Klausuren sind vorbei, ich lebe wieder, und ich habe das Gefühl, sie halbwegs failfrei überstanden zu haben. Im Fall von Morfología hat sich mir dieses Gefühl soeben bestätigt; mein StudIS sagt 1.7 - das Beste, was ich je in einem Kerngebiet der Linguistik hatte. (Es belegt somit den ersten Platz zusammen mit Phonology I.)

    Der Grund, aus dem mich das freut, ist vor allem, dass eben auf Katjas und Rajas Abschiedsparty ich noch mit Katja über ebendiesen Kurs geredet und sie mir erzählt hatte, dass sie durchgefallen ist und der Durchschnitt 3.5 beträgt. Ich war Donnerstag nicht im Kurs und hatte gar nichts davon mitbekommen; ich wusste nichtmal, dass die Noten schon fertig waren. Jedenfalls hat sie sich unglaublich aufgeregt, wir hätten zu wenig Übungen gemacht, und was weiß ich noch für ein Zeug gelabert. Nunja. Ich hab's geschafft und bin sehr, sehr glücklich drüber.

    Okay. Indirekt habe ich den zweiten Punkt auch schon angesprochen, die Party nämlich - ich war gestern Abend so KO, dass ich um ein Haar mich einfach ins Bett gehauen hätte und hiergeblieben wäre. Aber ich habe mich mit all meiner Willenskraft überredet, doch hinzugehen. Und was für eine wunderbare Entscheidung das war - es war wirklich schön! Alle möglichen Foodsharingmenschen waren da, natürlich. Elisa, Ally, Andreas, Fiona (mit der ich demnächst auf ihren Vorschlag hin mal nen Kaffee trinken gehe, das haben wir uns fest vorgenommen - sie war mir eh von unserem ersten Zusammentreffen an sympathisch), David, Ilmari.. und der Neue, Lorenz, der (was eigentlich den Anstoß gegeben hatte, doch noch hinzugehen) wie angekündigt seine Gitarre dabeihatte, womit mein Abend in jedem Fall gerettet gewesen wäre, selbst wenn es sonst die letzte Katastrophe geworden wäre. Was natürlich nicht der Fall war, aber oh, was war das mal wieder schön. Er hat natürlich auch nicht meinen Musikgeschmack (wer hat den schon - Tragödie meines Lebens), aber dafür ein umwerfendes Repertoire an portugiesischen, spanischen, französischen und italienischen Liedern, und es war einfach schön zu hören und alle haben mir gesagt, wie schön ich singen würde. Er hat auch wunderbar gesungen, weshalb ich es eigentlich ungerecht finde, dass nur ich gelobt wurde. Aber nunja. Ich habe jedenfalls auch viel gesungen - noch ein Grund, aus dem ich stolz bin, denn ich war nichtmal annähernd betrunken. Was wiederum ein neuer Grund ist, mich selbst zu loben. Ich habe es wirklich mal geschafft, mich überhaupt nicht zu betrinken. Das ist selten bei solchen Anlässen.

    Und ein weiterer Grund (es hört gar nicht mehr auf, ich sag's dir!) ist eigentlich der, aus dem ich fast nicht weggegangen wäre gestern Abend, und zwar hatte ich am Nachmittag meine Mutter anrufen wollen, um zu schauen, ob sie sich wieder eingekriegt hat (wir hatten uns vor ein paar Tagen in die Haare gekriegt, beziehungsweise, wir hatten uns unterhalten und mit einem Mal würgt sie mich ab und kommt auch zwei Tage später nicht zu unserer Rede-Verabredung; ich ruf' meinen Vater auf dem Handy an und frage, was los ist, und er verkündet, sie hätte keine Lust, sich fertigmachen zu lassen. Angeblich hätte ich ihr vorgeworfen, nie Liebe oder Zuneigung von ihr bekommen zu haben. Was mich (neben latent prominenter Aggression, was wohl verständlich ist) in Sorge versetzte, weil ich so etwas wirklich nicht einmal um drei Ecken herum hatte verlauten lassen und mir mittlerweile wirklich Gedanken um ihre Wahrnehmung mache. Jedenfalls hatte ich, als ich heute aus der Arbeit kam, so eine gute Laune, dass ich mir dachte, okay, ich ruf' mal an - ist ja nicht so, als wäre ich nicht eh immer diejenige, die am Ende wieder ankommt. Egal was man mit mir anstellt.

    Dann jedenfalls habe ich wieder nur meinen Vater erreicht, mit dem ich mich daraufhin übel zerstritten habe, meine Laune war im Keller und alles an gutem Willen wie weggefegt. Und nach dem, was er mir noch erzählt hatte, wollte ich dann auch bestimmt kein klärendes Gespräch mit meiner Mutter mehr führen. Als mich diese eine halbe Stunde später allerdings selbst nochmal anrief - gnädig gestimmt, immerhin war ich ja angekrochen gekommen - habe ich es trotzdem fertiggebracht, mit ihr ruhig und diplomatisch zu reden, und damit auch meine eigene Stimmung wieder ein wenig verbessert. Außerdem habe ich mit Janine und Robert geredet, was auch geholfen hat, sehr sogar.

    So viel dazu. Ich habe also nicht umsonst diesen Antrag auf nachträgliche Anmeldung zu meinen Klausuren durchgebracht - einer von fünf Kursen ist schonmal bestanden. (Ich tue jetzt einfach mal so, als wäre es noch nicht ersichtlich, dass ich Euskera auch bestanden habe; immerhin steht die Note ja noch nicht drin.) Und ich habe mich an meinen eigenen Haaren auf eine Party gezogen und dort Spaß gehabt, wirklich einige sehr nette Menschen kennengelernt und mich mit ihnen gut unterhalten, und das Ganze ohne übermäßigen Alkoholkonsum.

    Und ich bin einfach so tierisch froh, dass die Klausuren vorbeisind. Heute Abend ziehe ich um, wenn alles gut geht. Und jetzt wird erstmal geschlafen; ich bin fix und alle.

  • Bihar

    ..morgen.. ist es vorbei, das Semester.

    Aber viel wichtiger, das Lied.

    Viel kann nicht mehr kommen, so viele Lieder kann doch dieses verdammte Album nicht haben, denkst du zu Recht. Nur fange ich dann wahrscheinlich wieder von vorne an. Oder finde endlich Zeit, Atzo da bihar zu hören. (Oh, wo wir schon beim Thema sind.) Oder das Album, auf dem Itsasoa gara ist.

    Aber nun, Bihar.

    Gerade, Itxaropena hörend, dachte ich noch wie so oft, dass ich mir ein klein wenig verarscht vorkomme. 'Hainbeste maite ditudan zure begi tristeetan' - in deinen traurigen Augen, die ich so sehr liebe - was soll denn das. Weißt du, da strengt man sich so unfassbar übel an, nicht traurig zu sein, zumindest nicht so, dass es Leute sehen, man kämpft und fühlt sich gut dabei, das ja - aber die Augen, die er so sehr liebt, sind auch traurig. Wieso werden die traurigen Augen geliebt, meine hart-erarbeitet glücklichen, kämpfenden Augen dagegen nicht. Erklär mir das doch mal einer.

    Und jetzt, Bihar (hier sogar eine Version mit Text zum Mitsingen!) hörend, erschaudere ich schon wieder vor Andacht und denke mir, mindestens genau so unbegreiflich ist, wie ein Mensch, der so schreibt, überhaupt einem solchen Leid ausgesetzt werden kann. Wie man das aushalten soll, frage ich mich, das geschrieben zu bekommen und dann wegzugehen. Überhaupt jemals wegzugehen. Andererseits ist das wahrscheinlich auch wieder mein kombinierter Musik- und Sprachfetisch speaking, der mir ja eh tendenziell ganz gern mal das Leben versaut; es existieren ja doch (unbegreiflicherweise) Personen, die so etwas kalt lässt.

    Und wie um mich mal wieder richtig schön selbst auslachen zu können, begegnete ich gestern Nacht (weil ich so absolut in Klausurlaune war, noch mehr als heute) beim willkürlichen Durchkämmen meines Dateisystems einem Video entgegen, das JO vor einiger Zeit (konkret: am 17.7.13 - Oh Schock meines Lebens, das war vor einem ganzen Jahr?!) während eines ooVoo-Gesprächs gemacht hat. (Und wie sie sich einfach nur beömmelt..) Weil ich so glücklich war. (Man merkt's. Was für Drogen hatte ich da wieder genommen? Oh, richtig. Denak ez du balio. -Ich würde ja gern behaupten, heute, ein Jahr später, viel ruhiger und gelassener zu sein und wie ein Fels in der Brandung über allem zu stehen, aber andererseits, zu viel Begeisterungsfähigkeit hat noch keinem geschadet - und das Hypersein macht einfach zu viel Spaß.)

    Ich gehe dann mal schlafen und schreibe morgen noch Satzverstehen und bin dann durch mit allen Klausuren. Bisher hat es unfassbar gut geklappt; ich bin fasziniert. Also werde ich mir wohl verzeihen können, selbst wenn Sentence Processing morgen in die Hose geht.

  • Ez Nau Izutzen / Here you go, this is my legacy.

    Immer, wenn ich denke, es geht nicht mehr überwältigender..

    Ich höre zu viel dieses Album momentan. Ich kann nicht aufhören, es zu erforschen. Und ich bin bei Weitem nicht eloquent genug, um wiederzugeben.. wie.. es mich umhaut.

    Ich habe keine Zeit. Ich glaube, ich erwähnte. Aber ich kann nicht anders und lande immer wieder bei den vor einer Weile aufgetriebenen Texten und Übersetzungen.

    Diesmal ist es Ez nau izuzten. Das Lied, mein Lied, für wenn ich mal tot bin. Ich weiß nicht, wem ich es sonst sagen soll, daher hier. Ich hoffe, jemand liest sich den Schrott nach meinem Tod durch. Das würde ich mir wirklich sehr wünschen. Allein schon, damit sie dieses Lied finden. Und dann am besten sich hinsetzen und es durchgehen, Wort für Wort, und sich seinen Sinn zusammenreimen. That's the dream. Dass ich jemandem so viel wert bin.

    Dass ich jemandem Argiak schenken kann. Vielleicht sogar die Faszination mit der baskischen Sprache. Und als beste Voraussetzung dafür eben Ken Zazpi.

    So ein Gefühl. Ganz und gar nicht in Worte zu fassen. Irgendwas ist doch verkehrt mit mir; der Durchschnittsmensch lässt sich von Musik und Text nicht dermaßen überwältigen.

    Ez nau izutzen

    Ez nau izutzen gaurik ilunenak,
    ez nau beldurtzen erortzeak,
    Ez nau larritzen neguak,
    itzulgabeko bideak.

    Jada ez nau ikaratzen ezerk.
    Bakardade bortitzenak.
    Berriro ez nau itoko
    maite dudana uzteak, betiko!

    Jada ez nau izutzen azken laztanak,
    jada ez nau beldurtzen nekatzeak.
    Jada ez nau larritzen azken arnasak,
    eta orain betirako isiltzeak.

    Garenak ere geroan
    bizirik iraun baitu gugan.
    Ez naiz guztiz itzaliko,
    edukiko nauzu beti zugan.

    Inoiz minak irensten bazaitu,
    beti irriz oroitu nazazu.
    Ez da hilko eusten nauen arrazoi bakarra,
    ez da hilko maitasuna.

    Haizearen soinuan,
    izarretan,
    biharko egunsentietan,
    ta esan ezin diren gauza txikietan,
    ta ahaztu ezin direnetan,
    aurkituko nauzu,
    aurkituko nauzu. 

    Ez nau izutzen gaurik ilunenak
    ez nau beldurtzen azken arnasak.
    Inoiz minak irensten bazaitu,
    beti irriz oroitu nazazu.
    Ez da hilko eusten nauen arrazoi bakarra.
    Ez da hilko maitasuna. Ez da hilko.
    Ez da hilko.

  • Kappakoeffizientenverinnerlichungsvorhaben

    Bist du wirklich so gelassen, wie es rüberkommt? Wenn ja, wie machst du das? Ich hätte auch gern weniger Zurückschlaginstinkt, wie legt man den ab?
    Das gerade an Sara, die letztens einen kurzen Disput mit einem Möchtegernklugscheißer auf Facebook unendlich elegant und souverän ausgetragen und beendet hat.

    Man redet so viel mit Leuten, während man allein ist.

    Ich habe mir einen hyperstarken Kaffee gemacht, ihn geext und dann Statistical MT gelernt. Das IBM Model 1 kann ich jetzt zumindest, die translation probabilities, die Count-Funktion, dieses ganze Maximierungsgedöns. Mit Evaluation bin ich auch fertig. Bigram probabilities, precision, recall, f-score. Den Kappa-Koeffizienten sollte ich mir nochmal anschauen. Wie war das nochmal, [p(A) - p(E)]/(1 - p(E). Und auf die p(A) bzw (E) kommt man wie? Ach, ich weiß. Ich schau trotzdem gleich nochmal drüber.

    Implementieren sollte ich noch lernen. Oh, wie es mir graust vor LFG. Zu viele merkwürdige Symbole, die man nicht vergessen darf, weil es einem sonst sofort das ganze Ding nicht parst und man ewig nicht den Fehler findet. Ich habe keine Ahnung, wann man wo irgendwelche Zeichen hinsetzt. Klammern aller Art, Punkte, Pfeile, Kleene-Sternchen.. Au weia.

    Jetzt bin ich wieder unlernfähig. Geil - ich ruiniere mir jede Aussicht, den Scheiß zu bestehen, durch meine Unfähigkeit, einfach ein paar Tage durchgehend zu lernen.

  • Jumping objects & goodbyes for life

    Manchmal ist es eine Kuh, die springt, manchmal sind es Würfel mit Herzchenrelief drauf. Manjaro mag Bildschirmschoner, die springen. Ich mag sie auch.

    Manche können das ja, Abschiede fürs Leben. Manche haben so viele davon in ihrem Leben, dass es für sie fast alltäglich wird. Sie erzählen davon wie von ihrem letzten Supermarktbesuch. Es übersteigt mein Verständnis der menschlichen Natur.

    Ich kann nicht lernen. Zwei Klausuren morgen, und ich kann nicht lernen. Ich hänge hier herum in diesem unfassbar grauen Regenwetter - a rainy day again - und frage Caro Dinge in meinem Kopf. Hast du, dachte ich grad noch, hast du auch das Bild vor Augen, wie du ihn das letzte Mal gesehen hast? Sein Weggehen. Hast du hinterhergeschaut? Ich seh es von außen, von oben. In die Originalperspektive muss ich mich erst bewusst hineindenken. Der Zug war pünktlich in Bruchsal, 16.13. Er hat mich kurz gedrückt und ist rausgegangen, nach rechts raus. Ich hab mich nicht bewegt, meine Arme nicht, meine Augen nicht. Ganz lange.
    Wie hast du das so grandios überstanden? Wie hast du das denn hinbekommen, wie hast du es geschafft, mir zu sagen, dass du ihn wahrscheinlich eh gar nicht mehr geliebt hast? Wie hört man auf, ihn zu lieben, noch während er da ist?

    Genug jetzt. Ich opfere diesem Geist gerade zu viel Zeit. Lernen sollst du, lernen. Machine Translation lernen, damit zumindest der statistische Teil morgen klappt.

  • Astelehena, jai ondoko alferra..

    ..oder so. Nicht wirklich, ausnahmsweise.

    Was soll ich sagen? Ich habe gelernt. Sentence Processing. Psycholinguistics. Ein bisschen Machine Translation. Dann wieder Psycholinguistics. Dazwischen ein Stündchen Pause, Flammkuchen mit Trudi, eine Mail von Daniel, dem Euskera-Dozent - eine ganz rührende Mail, wegen der ich seit Stunden umwerfende Laune habe. (Es ist unbegrenzter Euskera-Unterricht in Sicht. So viel wir wollen. Ich werde sowas von dieses Angebot in Anspruch nehmen.) Antworten muss ich ihm noch, das würde ich am liebsten con tiempo machen, aber andererseits - Zeit ist bis Ende der Woche absolute Mangelware.

    Jetzt habe ich über eine halbe Stunde für die paar Zeilen Antwortmail gebraucht, und das, obwohl ich auf Spanisch geschrieben habe, nicht etwa auf Euskera-Pidgin. Da habe ich mir also etwas mehr Zeit genommen, als ich eigentlich hatte. Aber ich bin zufrieden mit meinem Werk. Zumindest habe ich es geschafft, nicht so viel zu sprudeln. Und zu vermitteln, was ich vermitteln wollte. Hoffentlich. Ich bin einfach immer noch so geflasht von der Mail. Ich sag' doch, der Mensch ist genial. Aaaaaaah!

    Dass der Zeitpunkt noch kommt, an dem ich über die Aussicht auf Extraunterricht irgendeiner Art dermaßen aus dem Häuschen bin, wer hätte es gedacht.

    Okay. Jetzt muss ich nur noch irgendwoher die Fähigkeit aufbringen, mir einzugestehen, dass niemand außer mir an keine unverdienten (und unverschämt viele) Credits gebenden Euskera-Konversationsstunden interessiert sein wird, und dementsprechend mich ein Mal die Woche mit Daniel alleine zusammenzuhocken und zu versuchen, euskarische Sätze zustandezubringen. Das erfordert nicht nur sprachliche, sondern auch zwischenmenschliche Kompetenzen, die zu besitzen ich vielleicht gerade einmal ansatzweise von mir behaupten kann. Ich bin zwar nicht mehr ganz so schlimm ängstlich, wie ich es in dunklen alten cipralexlosen Zeiten mal war, aber auch bei Weitem nicht der unschüchternste Mensch unter der Sonne.

    Naja, Wir werden sehen.

  • Es ist wie eine Droge. Nein, es IST eine Droge.

    Es ist schon nicht mehr zu beschreiben. Es ist einfach nicht zu beschreiben.
    Das versteht jetzt keiner, und ich hätte ohne die Übersetzung auch nichts verstanden, denn um mir das selbst zu erarbeiten, fehlt mir momentan doch irgendwo die Zeit.
    Aber ich sag' dir, Mensch, der du das nicht verstehst - und mich nicht verstehst, und überhaupt einfach mal nicht verstehst, was das soll - was ich die ganze Zeit von dieser Musik und dieser Sprache fasele - du ahnst nicht, welche Welten sich deiner Wahrnehmung entziehen.

    To Do für nach den Klausuren:

    - Umziehen.
    - Euskera lernen.
    - Gitarre lernen.
    - Argiak rauf und runter spielen, bis mir die Finger abfallen.

    Aurpegi zurbil nekatu hartan
    irrifarre bat margoztuaz,
    egunero hamabietan,
    kaleetan bakarrik.

    Bere zapata apurtuekin,
    bere soineko ederrenaz;
    Denek galdetzen zioten ‘zergaitik zoaz
    amets galduen geltoki zaharrera?'

    Barrez urrunduz agur zioen,
    ez zela berriz itzuliko.
    Beti galdetzen zioten ‘zergaitik zoaz
    amets galduen geltoki zaharrera?'

    Zer ezkutatzen zuen begi ilunetan?
    Zer kantatzen zion haizeari?
    Izenik gabeko mila muxu gordetzen zituen
    itxaropenaren trenaren zain.

    Bere soineko ederrenaz,
    zapata hautsiak oinetan,
    isil-isilik bueltatzen zen
    egunero hamabietan.

    Zer ezkutatzen zuen begi ilunetan? 
    Zer kantatzen zion haizeari? 
    Izenik gabeko mila muxu gordetzen zituen 
    itxaropenaren trenaren zain.

    Baina gaur ez da itzuli.
    Non dago? Ez da itzuli.
    Joan eta ez da itzuli.
    Non dago? Ez da itzuli.
  • kanpoan.

    Heue Nacht schlaf' ich draußen. Schlafe spät, wenig, zu wenig, aber lebe.

  • Meine Packfische

    Lustig. Ich hatte mir im Herbst 2012 in Barcelona so Fisch-Ohrhänger gekauft, die seitdem verschollen waren. Heute entdecke ich sie durch den ultimativen Zufall beim Packen in einer Krimskramskiste - verpackt in einem Cellpohantütchen - neben einem Päckchen Pflanzendünger. Kein Wunder, dass ich nicht früher in diese Tüte geguckt habe; wahrscheinlich dachte ich die ganze Zeit, es wären Pflanzensamen drin.

    Jedenfalls habe ich mich gefreut, die verloren geglaubten Hängerchen wieder in meinem Besitz zu wissen. Sie sind auch wirklich außerordentlich schön.

    Lisa und ich haben viel geschafft heute. Und weil mich der Lernwahnsinn nun endgültig in seinen Klauen hat, bin ich eben noch in die Stadt gefahren und habe einen kanadischen Rundschlag im Aldi veranstaltet und mir einfach alles an Schokoriegeln und Chips gekauft, das ich wollte. Ja, ich habe 14,38€ für Schokolade, Chips, eine Flasche Olivenöl, ein Kräuterbaguette und eine Packung Focaccia ausgegeben. Das Dekadenz-Event des Jahres, für meine Verhältnisse zumindest. Aber eben drum - ich erlaube mir Attacken dieser Art ab und an ganz gerne mal, weil ich sonst ja kaum Geld für Essen ausgebe. Irgendwas muss man doch davon haben, dass man sich praktisch ausschließlich von geretteten Lebensmitteln ernährt.

    Nun sitze ich wieder draußen auf der Terrasse und überlege, noch eine VL Psycholinguistik durchzugehen. Wo ich schonmal so schön drin bin.
    Ja, vielleicht sollte ich das tun.

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Hier übrigens mein anderer Blog, "Save the lettuce" - für Verwendung und gegen Verschwendung: http://aspestie.blog.de/

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