szmmctag

  • Und es redet immer noch mit mir.

    Wie sich die Muster wiederholen. Ich habe seit so Langem "Corazón" von El Canto del Loco mal wieder zu hören bekommen. Das habe ich schonmal erwähnt hier, und in dem Zusammenhang kam mir der Eintrag davor entgegen, der sich wiederum super mit der Unterhaltung verträgt, die ich gestern mit Caro hatte. (Die Arme. Ich war so todmüde und gleichzeitig davon abgelenkt, dass ich mich selbst bei Facebook stalken musste, und dazu vollkommen eingenommen von meinen ganzen Luxusproblemen. Keine gute Gesprächspartnerin.)

    "Was würdest du denn machen, wenn du machen könntest, was du willst... wenn alles, was du machst, die Anderen.. wenn es keinen abschrecken würde einfach."
    "Ach du Scheiße."
    "Was würdest du dann machen, wie würdest du dann sein?"
    "Das hab ich mir noch nie vorgestellt."
    "Vielleicht wär' es gar nicht so schrecklich."
    "Doch."
    "Was wär' denn so schrecklich?"
    "Ja, ich weiß es nicht; ich komm' grad nicht dadran, einfach weil ich genau weiß, dass es furchtbar wäre, und ich kann's mir grad nicht vorstellen."
    "Du meinst immer, du wärst so furchtbar, echt."
    "Nein, ich.. Eigentlich, weißt du, das Ironische ist, ich find' mich überhaupt nicht furchtbar, aber.. ich seh' mich mit den Augen der Welt. Eigentlich... Eigentlich bin ich nicht furchtbar, ich bin eigentlich.. halbwegs in Ordnung. Aber.."
    "Woher willst du wissen, dass nicht Andere.. dass Andere das nicht genauso sehen würden?"
    "Oahh.. Das ist kompliziert."
    "Das kann ich mir vorstellen."
    "Aus irgendeinem Grund weiß ich, wie die Standards der Welt sind."
    "Hast du mal drüber nachgedacht, dass du vielleicht nur meinst, dass du weißt, wie die sind?"
    "Nein! Man beobachtet das doch bei Anderen."
    "Mh.."
    "Also, ich mein, ich weiß ja, wie Leute auf andere Leute reagieren. Dementsprechend kann man das ja anpassen, was man selber.. am Ende macht."
    "Aber dann verstellst du dich ja die ganze Zeit und bist nie du selbst."
    "Ja."
    "Weiß ich dann überhaupt, wer du bist?"
    "Du ja, natürlich."
    "Ich schon, okay. Beruhigend."
    "Ja, sicher, ich mein, das wissen mittlerweile ganz Viele eigentlich.. zum Glück."
    "Keiner findet's schrecklich und abschreckend, oder?"
    "Ihr seid meine Freunde; ihr habt mich nicht abschreckend zu finden!"
    "Dein Freund doch auch nicht."
    "Ich hab' ja auch keinen."
    "Ach... Kepa. Dönerli. Grad der hat.. grad der am allerwenigsten hat dich abschreckend zu finden."
    "Ich weiß."
    "Aber?"
    "Aber.. der einzige Grund, aus dem er mich nicht abschreckend findet, ist, dass ich.. dass er keine Ahnung hat, was ich eigentlich bin."
    "Mh.. Das ist aber nicht gut."
    "Ich weiß überhaupt nicht.. was eigentlich.. ähm.. Das ist so schwierig überhaupt auszudrücken, aber ich weiß gar nicht, was seine Welt ist. Ich weiß nicht, wie.. Ich weiß nicht, wozu.. Ich weiß überhaupt nicht, worein er überhaupt gehört. Ich bin.."
    "Weil du nie so Gespräche wie mit dem Ukumensch mit ihm hattest."
    "Richtig! Zum Beispiel. Aber auch, weil ich einfach weiß.. ähm.. oder weil ich halbwegs weiß, wie er lebt und was für Leute er kennt, und ich kenn' die teilweise auch, also ganz wenige davon, und ich weiß, wie deren Welten aussehen. Und dann kann ich mir einfach nicht vorstellen.. aber gleichzeitig.. ich weiß nicht. Ich mein, ich denk an Rini. Weil Rini einfach das krasse Gegenteil von.. von mir ist, zum Beispiel. Und die beiden sind so gut befreundet. Wenn er ansatzweise irgendwas von dem, was für Rini normal ist, normal findet, ist das schon wieder so eine ganz andere Welt, wo ich einfach keine Ahnung von hab'."

    Jetzt habe ich eine Zeit mit Robert geredet, der wegen seiner Verabredung mit seinem neuen Opfer Eileen morgen Panik schiebt, und fühle mich beruhigt. Wenn ich schon ein ganz normaler Mensch mit Tausenden sinnloser Ängste und Zweifel sein muss, so bin ich wenigstens nicht der einzige.

    Hach, das Lied. Jedes Wort.

  • Leprakranker im Whirlpool.. Ich bin mal wieder gar nicht überfordert.

    Mittlerweile hat sich (bzw. habe ich) die Haut von meiner halben Hand abgelöst. Gut, dass ich die Antibiotika jetzt nicht mehr nehme.

    Ich hatte ja gestern Abend Lisa und Rini zum Essen hier und es war wunderschön. Ein ganz toller Abend, und wir haben über alles Mögliche geredet. Kaum ein Wort zum Kepa, außer halt beiläufig am Rande, was ich wunderbar fand eigentlich. Rini auszuquetschen wäre einfach schrecklich gewesen. Vor allem rücken die Sachen immer so in Perspektive, wenn man mit ihr redet. Das ganze Drama, das ich um Sachen mache, kommt mir in ihrer Gegenwart vor wie der überflüssigste Kropf der Weltgeschichte. Sie ist ein Phänomen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ihre Sicht der Dinge die der meisten Menschen ist oder ob Leute wie Lisa und ich - unsicher, melodramatisch, sicherheitsbedürftig - nicht doch irgendwo auch in den offiziellen Büchern der "Normalen" zumindest eine Daseinsberechtigung haben. Beziehungen zu anderen Menschen so auf die leichte Schulter nehmen zu können, so wenig an sich heranzulassen, das müsste man lernen. Das wäre mal was.

    Mit Kepa habe ich auch eben geschrieben; der zerstört sich erfolgreich in México und läuft als zombie extra durch die Gegend und hat sich demzufolge jetzt gerade lieber mal zum Schlafen hingehauen. Wie spät haben sie's da drüben? Um die 6am müsste es sein. Imerhin habe ich herausgefunden, dass meine Dienste als Wärmelieferantin nicht notwendig sind, weil er vorher nochmal in München ist und Sachen wechseln kann.

    Leider muss ich meine Hand immer weiter aufessen. Hätte ich nicht die Pflaster um meinen linken Mittelfinger, hätte der auch schon vor Tagen dran glauben müssen. Entsetzlich.

    Ich hatte außerdem gestern dieses abstruse Gespräch mit dem Luxmensch. (Also natürlich war das Gespräch an sich länger, aber das hier sind die letzten paar Minuten. Dann war sein Akku leer und ich musste eh Essen machen gehen, kam also nicht mehr dazu, ihm genau auseinanderzusetzen, warum ich der Meinung bin, dass 1) er einen Schaden hat - wer mich mag, hat einfach einen Schaden - und 2) sich das mit Kepa eh früh genug von alleine beendet - Kepa hat zwar ganz ohne Zweifel in jedem Fall einen Schaden, aber der Teil des Schadens, der dafür verantwortlich ist, dass er mich irgendwie mag, ist, fürchte ich, nicht groß genug. Dem Luxmensch das zu erklären kann ich ja bei Gelegenheit nachholen.)

    Man merkt dabei wieder mal sehr gut meine enorme Schlagfertigkeit, und überhaupt, wie wunderbar ich es immer schaffe, mit so etwas umzugehen. Aber hey, so oft hatte ich diese Situation auch noch nicht in meinem kurzen Leben. Und ich glaube, es gibt Leute, die es noch weniger souverän überstanden hätten.

    Jetzt muss ich Sanskrit machen.

  • Finger essen (man gönnt sich ja sonst nichts)

    Konzert fiel aus - ich bin froh. Horizonterweiterung ist schön und alles, aber 67 Euro zurückbekommen ist noch wesentlich schöner.

    Wochenende war eigentlich ganz schön. Sarahs Eltern sind mehr wie Großeltern, wie meine zumindest - ich verstehe langsam, warum sie Mamas und meinen Umgang miteinander schockierend gefunden haben muss. Da fliegt ja kein einziges Wort in die falsche Richtung, das wäre mir auf Dauer um ein Vielfaches zu erzwungen harmonisch. Aber gut. Für ein Wochenende ist so etwas durchaus auszuhalten.

    Ich vermisse Kepa unheimlich, und erst recht, wenn ich wieder mal ein ganzes Wochenende Sarah und Peruaner-Pedro zusammen ertragen muss. Allerdings vermisse ich natürlich nicht nur den Mensch selbst, sondern in erster Linie eine Einstellung seinerseits, die es uns ermöglichen würde, uns gegenseitig den Grad an Erfüllung zukommen zu lassen, den die beiden ineinander finden. Es gibt nichts Furchtbareres, als Pärchen zu beobachten, wenn man selbst gern mit jemandem eins wäre. Umso unbegreiflicher ist es, wie sie bei diesem wunderbaren, kommunikativen, aufmerksamen, warmen, vor Zuneigung förmlich überquellenden Mann, den sie da hat, an den egozentrischen, fast schon unterkühlten, ewig unentschlossenen Kerl, bei dem man nur an dritter Stelle in der Prioritätenliste aufzutauchen überhaupt erst eine Chance hat, den ich ihr nun irgendwie abgenommen habe (man könnte fast sagen, dumm, wie ich nunmal bin), überhaupt noch einen Gedanken verschwenden kann. Aber sie sagt ja selbst (und weiß es folglich auch, besser als ich in jedem Fall), es ist gut so, wie es jetzt ist. Ha, für sie vielleicht. Ich häng' in der Luft und darf mal wieder so tun, als wäre ich damit völlig in Ordnung. Oh herrliches Leben.

    Ich würd' einfach gern mit was Warmem zum Anziehen am Flughafen warten, wenn er wiederkommt, is all.

    Ich scheine es so an mir zu haben, Leuten Sachen zum Anziehen zu geben, wenn ihnen kalt ist, obwohl sie zu hundert Prozent selbst dran schuld sind, dass ihnen kalt ist. Siehe Şahin damals in der Nacht auf dem Parkplatz. Ich war so intelligent, mir noch was Langes anzuziehen und meine Strickjacke mitzunehmen. (Wahnsinn, jetzt denke ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten an diese Strickjacke. Die muss oben in dem Koffer liegen, wo noch ein Großteil meiner Wintersachen drinsteckt und der damit mein Regal an Ort und Stelle hält. Mal sehen, ob ich diesen Winter noch auf eine Idee komme, wie ich die Wintersachen aus dem Koffer kriege, ohne dass das Regal runterfällt.) Er dagegen war weniger intelligent und nahm sich einfach nichts mit. Jedenfalls endete das Ganze so, dass ich die Hälfte der Zeit bibbernd im Kreis sprang, weil ich ihm alle paar Minuten diese Strickjacke ausgeliehen habe und dabei selber halb erfror. Kepatto nun hatte offenbar auch nichts Besseres zu tun, als sich in México-Garderobe bei -3 Grad und Nebel zum Flughafen zu begeben und sich hinterher zu beschweren, ich könne mir nicht vorstellen, wie kalt das gewesen sei. Demzufolge blüht ihm das gleiche Schicksal nochmal, wenn er wiederkommt. Um das zu vermeiden, denke ich mir, na gut. Wenn er der Depp ist, der ohne warme Sachen durchs Land tingelt, bin ich eben der Dödel, der mit ner Jacke am Flughafen wartet. So ist das nunmal.

    Laura hatte nicht mitbekommen, dass ich zu dem Zeitpunkt in Oldesloe sein werde, war ganz entsetzt und sagte, "du willst extra runterfahren?" (Sie meinte natürlich "hoch", aber mit ihrer unfassbar lustigen geographischen Oben-Unten-Schwäche komme ich inzwischen gut klar.) Daraufhin war ich natürlich auch entsetzt. Man hält mich für verwirrt genug, durch das gesamte Land zu fahren, um dem Menschen ein paar kalte Minuten zu ersparen? Ouh, nicht gut. Wobei ich vermutlich wenig tue, um dem Eindruck entgegenzuwirken, aber heey. (Wahrscheinlich wäre ich sogar noch dazu fähig, es tatsächlich zu machen, aber Wahnsinnigkeiten dieser Sorte bleiben dann doch Leuten vorbehalten, die ihrerseits Unternehmungen der gleichen Art für mich abziehen würden. Also doch wieder Entwarnung; in diesem Leben sind die Menschen, glaube ich, allgemein noch nicht soweit. Peruaner-Pedro vielleicht. Aber Sarah würde niemals ohne gescheite Jacke bei -3°C am anderen Ende des Landes herumlaufen, was ihm selbst hypothetisch gesehen die zwölfstündige Fahrt erspart.)
     
    Zu viel gedacht, schon wieder - das ist ja fürchterlich. Armes Blögchen, bekommt den nicht-löslichen Teil der Brausetablette ab, den Bodensatz, die homogene Schicht Sirup, die sich mit dem Rest einfach nicht vermischen will. Ich habe mal wieder den Eindruck, ein falsches Bild zu vermitteln. Zumindest würde ich ein falsches Bild vermitteln, wäre es meine Aufgabe, das Leben in seiner Gesamtheit in mein Blögchen zu quetschen. Ist es natürlich nicht, deswegen kann auch das Bild nicht falsch sein. Hauptsache, wenn ich mal zurückblicke, erinnere ich mich selbst daran, dass dieses Gedenke und Gejammere selbst genau jetzt nur einen Teil meines Daseins ausmacht und sich durchaus noch außerhalb dieser merkwürdigen Geschichte Sachen ereignen. Der Unterschied ist, dass ich wohl mehr Möglichkeiten habe, diese dann außerhalb meines Computers irgendwie zu prozessieren.
     
    Zum Beispiel bin ich aktuell dabei, meine Finger zu essen. Das ist fürchterlich, ich sag's dir. Ich habe gerade innerhalb einiger weniger Minuten die gesamte Unterseite meines oberen Daumengliedes um eine Hautschicht ärmer gemacht. Der rechte Daumen sieht schon seit Tagen genau so aus, und um meinem linken Mittelfinger klebt ein Pflaster, damit ihm diese Behandlung erspart bleibt (und ich weiterhin ohne großartige Schmerzen Gitarre stümpern kann). Sag mir mal jemand, wie man damit wieder aufhört. Vielleicht sind das jetzt Entzugserscheinungen, die nach jahrelangem Vegetariertum doch noch einsetzen und mich dazu verleiten, mein eigenes Fleisch zu verzehren. Autokannibalismus. War eh immer schon die einzige Art von Fleischkonsum, die ich ethisch vertretbar finde.
     
    Das würde ich gerne denken. Die Zeichen würde ich gern sehen. Das Vertrauen in mein Schicksal hätte ich gerne.
  • Bregenz und Biarritz

    Okay, ich bin dann heute Abend mal wieder weg. Das Ausland ruft... Ich war noch nie in Österreich. Außer dem einen Mal auf der Stufenfahrt, als wir auf dem Weg in die Toskana Pause gemacht haben und uns morgens irgendwo auf einem Rasthof im Nichts kurz was zum Frühstücken holen und uns die Beine vertreten konnten.

    Aber bald, aber bald. Ich freue mich weniger auf Bregenz und das Konzert - ich weiß nichtmal, wie der Mensch heißt, für den ich 67 Euro ausgegeben habe - als auf die Tatsache, dass ich wieder eine Stadt mehr zumindest teilweise gesehen und meinen Horizont ein Stück erweitert haben werde. Um die Stadt und um ein bisschen peruanische Klassik. Ein Tenor ist es, den wir da hören werden. Ich sehe es als einmalige Chance zur Horizonterweiterung.

    Hinterher übernachten wir bei Sarahs Eltern - another first for me, die kenne ich bis heute auch nicht und ich war ja auch noch nie dort. Sogar Peruaner-Pedro war schon zwei-dreimal da in der kurzen Zeit, die die beiden sich kennen. Ich einfach mal noch überhaupt nicht, obwohl Sarah von Anfang an sagte, wir müssten auch mal rüber nach Lindau zusammen.

    Ich habe momentan nicht mehr das Gefühl, dass mit ihr etwas verkehrt ist. Ich weiß nicht; ich glaube, das sind auch immer nur so Schübe von Paranoia, die proportional zu anderen Anzeichen depressiver Verstimmungen anschwellen und wieder verebben, wenn's dann grad wieder geht. So wie jetzt. Gerade geht es gut. Ich war bis vor einem Stündchen noch bei Johannas und Felix' vorweihnachtlicher Zusammenkunft, habe mir unter dem lautstarken Protest von Lena und ihrer Kommilitonin Lea (eine sehr Sympathische, die ich gestern zum ersten Mal kennengelernt habe) nach dem gewagten ersten auch noch einen zweiten Glühwein einverleibt und eine Diskussion ausgelöst, warum man unter Antibiotika nun eigentlich keinen Alkohol trinken sollte (und rein gar nichts von besagtem Alkohol bei mir im System gemerkt, oh Tragödie meines Lebens - irgendwas läuft da gewaltig schief), und mich zwischendurch eine ganze Weile auf Spanisch mit einem Surfer namens Simon unterhalten, der Spanisch seit Anfang dieses Semesters lernt und mir allein schon deshalb sympathisch war, weil er das Surfen so sehr liebt, dass er einfach nur die reinste Freude ausstrahlt, wenn er darüber redet. Er lernt jetzt Spanisch, weil er im Februar nach Perú geht, um dort zu surfen (wer hätte es gedacht) und dabei als Biolehrer an einer deutsch-peruanischen Schule in Lima zu arbeiten. Und seine Lieblingsstadt überhaupt ist Biarritz. Natürlich ist es das. Wenn schon für mich als Normalsterbliche aka Nicht-Surfer eine solche Magie von dem Ort ausgeht, wie perfekt muss es dann erst für jemanden sein, der das, was man am besten dort machen kann, zu seinem wichtigsten Lebensinhalt erklärt hat. Donosti findet er auch nicht übel, noch eine riesige Überraschung. Die ganze Ecke hat es ihm angetan. Wenn er nur eine Ahnung hätte, dass er sich geradewegs im Euskadiland herumtreibt da in Donosti, vielleicht würde seine Hypermotivation ihm sogar noch dazu verhelfen, mit Euskera anzufangen. Zutrauen würde ich es ihm. Ich hätte ihn fragen sollen und ihm die Möglichkeit nahebringen. Die guten Einfälle kommen immer zu spät.

    Jetzt will ich wieder nach Biarritz. Na herrlich.
    Schau, so sah es letzten November aus an diesem unbeschreiblichen Ort.

    Biarritz

    Und jetzt noch ein paar Stündchen mit Laura geredet. Meine Güte, was war das lang her. Hoffentlich vergeht weniger Zeit bis zum nächsten Mal. Und ich bin todmüde. Gehen wir schlafen.

  • Goizeko ilargia bezala.

    Wenn ich jetzt noch irgendeine Verbindung zu Lapatza hätte, würde wirklich jedes letzte Wort stimmen. Jedes aller-allerletzte. Und während mir aus den gewaltigen Wellen des besagten Ortes auch niemand entgegenkommt, so fühle ich mich mit dem Lied doch öfter mal, orain bezela - so wie jetzt - als hätten sie mich umgeworfen, die Wellen.

    Ich bin mal wieder hilflos und überwältigt. Jetzt nicht mehr nur von der schieren Perfektion des Liedes, nicht mehr nur davon, wie ich in der Luft hänge und mit den Beinen strampele, nicht mehr nur von den Mengen an Wörtern, die sich bei mir im Kopf anstauen und einfach nicht rauskommen, nicht mehr nur von der ganzen Zuneigung, in die ich Leute gern einpacken würde, so warm, dass sie ihr ganzes Leben lang nicht mehr frieren, nicht mehr nur von dem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit und dem Luxus, ich selbst sein zu können. Nein, jetzt muss ich damit leben, wie sich das alles unverfälscht und blütenrein in Ken Zazpis Haizea widerspiegelt, tausendfach verstärkt von der schlichten Effizienz des Textes.

    Und dazu die altbekannte Frage: Wie kann etwas so schön sein.

    Edit: Ich hab' Rini geschrieben, ob sie Lust hat, am Montag auf ein Teechen mit Lisa und mir zusammenzukommen. Ich glaube, ich habe so etwas noch nie im Leben gemacht. Also, jemanden zum Tee eingeladen mit irgendeiner anderen Absicht dahinter als derjenigen, mit ihm Tee zu trinken und zu plaudern. Aber meine kepa-bedingte Verwirrung erfordert taktisches Vorgehen und drastische Maßnahmen. Oh je, ich fange an zu werden wie andere Menschen. Das ist ja fürchterlich.

  • Schaffenskraft

    Heute war ich wirklich gut. Ich meine gut; die Art gut, die einem wirklich das Gefühl gesteigerter Lebensqualität verschafft.

    Oder anders gesagt: Ich habe Dinge getan. Meine To-Do List war eine Seite lang und unmöglich zu schaffen - so viele Stunden konnte der Tag gar nicht haben. Umso stolzer bin ich, nun verkünden zu dürfen, dass ich neben Uni und der Klavierstunde mit Sofie im Ganzen 11 der 17 Punkte abgearbeitet habe und mit dem Rest ebenso verfahren wäre, wäre nicht der Tag langsam vorbei und ich ein wenig schlapp (man bedenke, ich bin eigentlich todkrank und auf Antibiotika, was meinen Kopf nicht gerade strukturierter macht).

    Moment. Ich glaube, der Igel macht sich wieder an unserem Gelben Sack zu schaffen. Es raschelt so unheilverkündend da draußen. Sollte der nicht langsam mal schlafengehen? Dena den, ich geh mal nachschauen.

    Okay, kein Igel. Wird der Wind gewesen sein. Besser für ihn; diese Temperaturen sind doch nichts für kleine Trikuak. (Das nennt man Lernen in der Praxis. Wäre Kepa an dem Abend nicht hiergewesen, wüsste bis heute keiner von uns das Wort für Igel.)

    Ich bin unheimlich froh, so produktiv gewesen zu sein und meinen guten Tag heute so wunderbar durchgezogen zu haben. Die Lethargie der letzten Wochen hat mich beunruhigt und verängstigt; ich denke ja gleich jedes Mal, die Medis würden aufhören zu wirken, und gerate beim leisesten Anflug jeglicher Anzeichen unweigerlich in Panik.

    Vielleicht hält das bis morgen an und ich kann diese Motivation und Schaffenskraft und das generelle Fehlen von Lethargie mit in die Arbeit nehmen. Würde auch mal wieder Zeit werden.

  • Nervenenden (und was sonst noch so bei mir kaputt ist)

    Es ist unglaublich, wie kaputt meine Zunge noch ist. Ich konnte jetzt über Tage eigentlich kaum was schmecken, aber alles Heiße und Scharfe war dafür dreimal so intensiv wie gewöhnlich. Zuerst dachte ich noch, der Luxmensch hätte einfach extrem viel Pikant-Würzmischung in die Nudeln gekippt, aber nein, das waren davon schon die Anfänge. Heute war es schon besser - zumindest ist jetzt der Rest der Geschmacksnerven auch wieder aktiviert, aber meine eben geöffnete Tüte Peperoni-Chips werde ich ganz bestimmt heute nicht mehr leeressen. Das ist ja die reinste Folter. Sogar meine Supirivicky-Zahnpasta war bis gestern fast unerträglich.

    Aber immerhin kann ich überhaupt wieder alles Mögliche essen, ohne dass meine Zunge bald kollabiert vor Schmerzen. Das war Dienstag Abend noch anders.

    Ich bin dramatisch gelaunt. Kepa sei Dank; ich denk zu viel darüber nach. Lange kann ich das nicht mitmachen so. Meine Lebensqualität leidet darunter, ganz beträchtlich sogar. Das geht doch nicht.

    Sehen wir den Tatsachen ins Gesicht. Was will ich mir damit schon wieder antun, mich der Unentschlossenheit von jemandem unterzuordnen, der so planlos ist, dass er zwischen "ich hab keine Ahnung", "ich mag dich einfach", "Wo willst du hin mit mir?", "es ist noch nichts beschlossen" und den Bedenken, man wäre ja doch immer weniger tolerant, als man denkt, und wenn man für immer mit jemandem zusammensein möchte, stößt man ja unweigerlich auf alles Mögliche, mit dem klarzukommen nicht einfach ist, und ich würde am Ende vielleicht nicht damit klarkommen, dass er irgendwann in der Firma seines Vaters Leute entlassen müsste und auf den Waldgrundstücken seiner Eltern Jäger herumlaufen, die die Tiere abknallen, innerhalb einer einzigen Stunde hin- und herschaltet und mir, solange er mich nicht gerade so fest drückt, dass ich "Luft" japsend ihm Einhalt gebieten muss, sobald wir von Tageslicht bestrahlt werden oder die Entfernung wieder ihre Schatten wirft, in keinster Weise zu verstehen gibt, dass ihm irgendetwas über unsere vorherige Freundschaft Hinausgehendes an mir liegt?

    Lies das nochmal gründlich durch und sag mir irgendetwas, das mir hilft. Oder zumindest dass meine Verwirrung legitim ist. Am liebsten aber hätte ich Rat. Ich brauche Rat. Ich bin mal wieder mit meinem Latein am Ende. (Nicht dass ich Latein könnte, vieleicht bin ich deshalb immer so schnell mit meinem am Ende. Ich bin allerdings mit allem Anderen auch am Ende, nicht zuletzt mit meinen armen Nerven.)

  • Dornige Dinger - Ein Wort zur Kakteenpflege

    Ich bin so schlimm, ich bin todmüde und hab' um 8.15 Uni und schaffe es trotzdem kaum, ins Bett zu gehen, weil Kepa schreibt, ich könne ihn doch mit seiner hochanspruchsvollen (A.d.R.) Suche nach Alliterationen im Asi-TV nicht alleinelassen. Und dann schaff' ich es doch - jetzt bin ich zumindest aus Facebook raus - und lasse mir die paar Nachrichten, die ich noch nicht gesehen habe, für nachher übrig. Ich bin diszipliniert, ganz toll mach' ich das. Schlaf schön, kleiner Kaktus. Das Alliterationsmonster hat wieder zugeschlagen.

    Jetzt Zähne putzen und ab ins Bett. Einfach nur schlafen. Ganze sechseinhalb Stunden lang. Ich krieg' mich jetzt schon nicht mehr vor Begeisterung.

    Wie der Junge mich fertigmacht. Chillt sich nach México bis kurz vor Heiligabend und erzählt nichtmal was davon bis.. gestern. Aber das liegt daran, wenn du reist, wie Andere atmen. Du kündigst ja niemandem an, dass du demnächst vorhast, mal zu gähnen. Oder zu husten. Oder besonders viel Luft einzusaugen. Ich hatte noch gar nicht gemerkt, wie wunderbar dieser Vergleich von mir eigentlich passt.

    Andererseits kannst du ja auch atmen und gleichzeitig dasein. Ich sollte nicht anfangen, diesen Menschen zu vermissen, denn das kann nur in Tragödien enden. Ich würde ja bald meine gesamte Lebenszeit mit Vermissen verbringen.

    Wie gut, dass Kakteen mit wenig Wasser auskommen. Deswegen sind wir ja auch so dornig.

  • Auferstanden aus Anginen (oder aber: Wie ich den zweiten Montag in Folge die Uni schwänze)

    So. Hier bin ich wieder; ich lebe. Wieder. Noch. Definitionssache. Nachdem mir übers Wochenende von einer Killerangina des Todes (doppelt hält besser und ist in diesem Fall definitiv berechtigt) fast den Garaus gemacht wurde, ich mich tagelang mit knapp unter 40 Fieber mehr wie ein Zombie denn wie ein menschliches Wesen gefühlt habe und gestern vor Euphorie kaum mehr aus den Augen gucken konnte, als ich endlich wieder dazu fähig war, nach dem einen halben Meter von mir entfernten Telefon zu greifen sowie Trudis Suppe selbst zu essen, statt damit von ihr gefüttert zu werden (ja, Trudi hat mir Suppe gemacht und mich damit gefüttert. Ich war fast zu Tränen gerührt. Und laut Sebastiaan war es ein einmaliger Anblick), tendiere ich doch fast schon mehr zu "wieder".

    Ich lebe also wieder. Habe heute Früh gefailt, indem ich nicht aus dem Bett zu kriegen war und Sebastiaan aber zum Zug musste, den er folglich verpasst hat - ihn (und mich, vor meinem Gewissen) hat nur die Tatsache gerettet, dass eine halbe Stunde später der nächste fuhr und sie ihn mit dem Ticket trotzdem haben fahren lassen. Und dass keiner seiner Züge großartig Verspätung hatte, sonst hätte er in Frankfurt jetzt nicht den Bus erwischt - aber er schrieb mir gerade, dass er es eben noch so geschafft hat.

    Wie gut. Die Woche war wirklich interessant. Abgesehen von dem Teil mit der Killerangina. Der natürlich wäre auch interessant gewesen, wäre ich denn bei genug Verstand gewesen, um ihn wirklich bewusst mitzuerleben. Aber nein, ich war Zombie. Angina-Zombie, über den Malariamosquito Sebastiaan jetzt das T-Virus auf das gesamte Luxemburg überträgt. Wenigstens steckt er sich selbst nie an. Er ist immer nur Überträger. Sagt er.

    Wir haben herausgefunden, dass wir Geschwister sind. Zwillinge, um genau zu sein. Wobei unsere arme Mutter, nachdem er geboren wurde, noch ein halbes Jahr in den Wehen lag, bis ich mich bequemt habe zu erscheinen. Die Arme aber auch. Aber es besteht kein Zweifel. Wir sind in vielen Dingen sehr ähnlich oder aber sehr kompatibel, wobei er vermutlich unter der Oberfläche ein stärkeres Potenzial hegt, Leuten auch mal ganz gewaltig auf den Senkel zu gehen, wenn ihm was nicht passt. Aber da muss ich mir keine Sorgen machen; wenn ich ihn hier wohnen lasse die paar Monate demnächst, wird er wohl oder übel seine guten Seiten raushängen lassen müssen - es ist ja nunmal meine Wohnung. Aber so, wie der sich freut, hierherzukommen, dürfte das kein Problem sein. Und in dem Fall wird das wunderbar. Ich werde ihn dann noch dazu bringen, seinen entsetzlichen Zigarettenkonsum zu reduzieren, dann kann er auch weiterhin bei mir im Zimmer schlafen und stinkt es nicht von oben bis unten zu.

    Und ich stelle gerade wieder einmal fest, wie sehr ich Wörter liebe. Und wo ich schon überall war, mit den verschiedensten Leuten, in Wörtern. Sonst wüsste ich ja gar nicht, wie Kepa fliegt. (Und er nicht, wie ich fliege. Falls er sich erinnert.) So dagegen weiß ich es, seitdem ich ihn kenne.
    Was schon eine Zeit her ist, wenn man mal so überlegt. März 2013. Naja, eher Juli. Der zwölfte. Okay, es ist nicht wirklich eine Zeit her. Wobei, schon. Eine kurze halt. Der Mensch macht mich fertig.
    Aber egal. Die Wörter. In Wörtern bin ich auch gerade aus einem solarbetriebenen Flugzeug gestoßen worden. Dreimal. Einmal so, einmal mit Fallschirm und einmal mit Regenschirm. Und einmal mit Bleigewichten. Sebastiaan ist es langweilig auf der Busfahrt, glaube ich. Wie auch nicht, es ist eine Busfahrt nach Luxemburg. Aber die ist ja von halbwegs erträglicher Länge, das wird er schon noch aushalten. Und dann zurück ins Luxemburger Leben, zumindest für drei Wochen. Das tut mir leid für ihn. Ihm geht es wirklich nicht gut da oben.

    Ich gehe jetzt acht Adventskalendertürchen hintereinander aufmachen. Darauf freue ich mich, aber nicht so sehr, wie ich eigentlich sollte. Schrecklich ist das.

  • Ezina Ekinez Egina

    So. Ich bin zwar nicht in Syntax, wo ich eigentlich sein sollte, habe aber dafür um vier Uhr nachts den ersten euskarischen Text meines Lebens geschrieben und mich gleich nach dem Aufwachen daran gemacht, ihn zu vertonen. Und weil ich das der Welt nicht vorenthalten kann (vermutlich zu deren Leidwesen), bekommst du jetzt hier die ultimative Roh-Memo des so entstandenen Liedes. Ich plane, das Ganze noch ein Tönchen nach unten zu transponieren (dann muss ich mich da oben nicht so abquälen), es noch irgendwie auf grobe Grammatik- oder sonstige Fehler zu checken (das wird kompliziert; wem soll ich es vorlegen?) und es außerdem vernünftig spielen zu lernen, aber dann wird das super. Hier: Esaidazu (Ezina Ekinez Egina).

    Und ich schwöre, mir ist die alliterative Natur des Titels eben erst aufgefallen. (Eben erst. Oh je.)

    Aber ich finde es unglaublich lustig, dass ich jetzt tatsächlich einen Text auf Euskera geschreieben habe und bis heute noch keinen auf Spanisch, weil ich immer meinte, ich würde mich auf der Sprache noch nicht sicher genug fühlen. Haha, und jetzt komm' ich daher mit meinem Stümper-Euskera und schreib' einfach nachts um vier nen kompletten Text runter. Ich bin doch gestört. Aber seit wann ist das was Neues.

  • Mir fehlt ein Stück vom Daumen, aber sonst ist alles gut.

    Uff, was war das bitte für ein desaströser Abend.

    Meine Stimmung ist wieder im Normalbereich. Das habe ich der Reihe nach Robert, JO und Caro zu verdanken, die mich etliche Stunden lang verlässlich und geduldig ertragen haben (sowie vermutlich ein klein wenig der Tatsache, dass 1) noch Kokosmakronen dawaren, die ich in mich reinstopfen konnte, und 2) sich der arme Kerl, auf den momentan mal wieder all meine Zustände irgendwie projiziert werden, am Ende doch noch gemeldet hat und ich somit beruhigt ins Bett gehen kann).
    Ich habe gestern während der Autofahrt zurück nach Hause erst wieder festgestellt, dass unter meinen sprichwörtlich an einer Hand abzählbaren guten Freunden, am heutigen Tage, wenn ich wollte, mit Leichtigkeit eine Quote von bis zu 100% Redundant Nimrods bzw. RN-relateden Personen anzusiedeln wäre. (Welch abstruse Windungen das Leben doch aufweist.) Da ich aber zu privilegiert für diese Welt bin, habe ich mehr als fünf exeptionelle Freunde und erachte es für weder nötig noch sinnvoll, unter ihnen noch Hierarchien aufzustellen.

    Statt das weiter auszuführen oder anderweitig zu philosophieren anzufangen, sollte ich jetzt allerdings mal schlafengehen, um die Wunder der Syntax nachher in halbwegs wachem Zustand erleben zu können.

  • Dray Durch

    Also, fassen wir zusammen. Weihnachtsmarkt ist vielleicht ganz nett, aber nicht in diesem Ausmaß. Indra ist supernett, wie ich ja bereits wusste, aber ihr Freund ist eine Katastrophe. Sarah sagt vielleicht nichts, aber irgendwas ist los, und es ist nichts Gutes. Kepa sagte vielleicht, er würde mich besuchen kommen wollen, aber schafft es, mir das komplette Wochenende kein einziges Wort zukommenzulassen. Trudi lügt mich an und will es nichtmal zugeben, hat es geschafft, die Nachbarn so gegen sich aufzubringen, dass sie dafür sorgen wollen, dass sie hier rausfliegt, und ist so unfassbar egozentrisch, dass mir die Luft wegbleibt. (Und unsere Nachbarin ist ein Drachen.) Morgen kommt der Luxemburger zu mir und ich habe KEINEN NERV DRAUF, ich brauche RUHE, ich drehe DURCH. Und Kepa antwortet mir nicht, was ich traurig finde.

    Ja, ich glaub', Durchdrehen ist so ziemlich das richtige Wort.

  • Ein halbes Fenster und ein neuer Tag

    Wohoa, was für ein Abschuss gestern. Herrlich! Ich habe noch mit JO geredet und es zwischendurch geschafft, einen vollkommen überflüssigen Anfall von akutem Sterben zu bekommen, weil ich kurz dachte, der Kepa hätte sich doch an mein Blögchen erinnert (er schrieb mir, ob ich schon kokosiert sei, und ich hatte kurz vergessen, dass ich ihm zuvor von meinen Kokosmakronen berichtet hatte, und brach somit in Panik aus - bis es mir irgendwann wieder einfiel, uff, zum Glück auch). Dann war Trudi bei mir im Zimmer, angelockt von meinem Weltuntergangsgeschrei - "NEIN, NEIN, NEIN, NEIN, NEIN, ich STERBE, ach was, ich BIN schon gestorben, ich werde NIE wieder auferstehen, ich bin SO TOT!" - leistete mir in meinem Weltuntergang (und anschließend bei der Wiedergeburt meiner Welt aus der Makronenerkenntnis) Gesellschaft, saß eine Weile auf Susmitas und meinen Beanbags herum und schickte ihrem Ex-Mitbewohner Sprachnachrichten von mir, auf denen ich ihm mitteilte, er solle sich einfach Pornos ansehen, wenn ihm langweilig sei. (Fällt mir grad wieder ein.) Er war aus irgendeinem Grund von meiner Stimme begeistert.

    Irgendwann war dann endgültig alles vorbei, als Kepa mir schrieb, ob er mich am Wochenende besuchen kommen könne, und eine Mischung aus Pizco, Wein und Euphorie begann damit, mich in rasender Geschwindigkeit zu zersetzen. (Ungeachtet der Tatsache, dass ich das ganze Wochenende nicht dabin. Die Intention zählt.) Soweit ich mich erinnere, habe ich mittelmäßig motiviert versucht, ihn dazu zu bewegen, auf Sarahs, Peruaner-Pedros, Indras und meine Weihnachtsmarkttour mitzukommen, aber erfolglos - er hat keine Lust auf Weihnachtsmarkt und war in unseren diversen Zielstädten eh überall schon. Was ein Wunder aber auch. Ich bin ganz froh drum; ich hab' ihm zwar gesagt, wir hätten noch einen Platz im Auto, aber so sicher bin ich mir da gar nicht mal. Am Ende kommt Indras Freund auch noch mit oder wir gabeln noch irgendwelche Freunde von Pedro auf, dann wird's schon wieder knapp. Er sagte mir dann, ich solle besser pennen gehen, was sich ganz gut traf, da ich eh schon halb dabeiwar und Trudi mir mittlerweile den Pizco weggenommen hatte (eine gute Tat, eine sehr gute).

    Vor einem Stündchen bin ich aufgewacht, mit Licht an und Computer noch im Bett und einem Krampf in der linken Arschbacke, weil ich wohl über einen längeren Zeitraum ziemlich unbequem am äußeren Rand des Möbels gehangen habe (um dem Computer genug Platz zu gewähren). Und da die gute Bernadette ja eh noch anwar, hänge ich (inzwischen wieder bequem verteilt) jetzt wieder hier und bin pizco-induzierterweise so hellwach wie nie. Andere Leute an meiner Stelle wären übel verkatert... Ich bin einfach wach. Ich liebe es.

    Einer der Läden vor meinem Fenster hat sich selbstständig gemacht und sich zugeklappt, sodass ich den beginnenden Tag nur aus der anderen Fensterhälfte heraus beobachten kann. Die andere Seite ist dann halt Kepas Hälfte; der hält es gar nicht aus, mit Licht im Zimmer zu schlafen, und hat mir überhaupt erst zu der Feststellung verholfen, dass ich ja Fensterläden besitze, die man benutzen kann.

  • I don't even wish for snow / This Sudden Urge to Escape

    Gawd, es ist so schön, heute Zeit zu haben. Das ist das Wunderbare; ich habe ja immerhin so etwas wie Freunde und ein Leben und sollte es eigentlich besser wissen als zu verzweifeln, wenn ein einzelner Mensch sich gerade nicht blicken lassen kann. Ich weiß ja nichtmal, ob er nicht eigentlich sogar gern gekommen wäre, gesetzt den Fall, er hätte nicht zum Unterricht nach Augsburg gemusst.

    Das nach noch ein bisschen Wein und ich bin stolz auf mich; heute ist meine Gemütsverfassung um ein so beachtliches Stück besser, das glaube ich fast selbst nicht.

    Jedenfalls: Jetzt habe ich mit Johanna geredet, mit Mama geredet, mit Trudi geredet. Kokosmakronen gebacken, die ersten Plätzchen diese Saison und das erste Anzeichen, dass so etwas wie weihnachtliche Stimmung letztendlich auch bei mir Einzug hält - heute in der Arbeit sah das noch anders aus; ich konnte fast nicht mehr, so sehr hat mich die Tatsache frustriert, dass Sarah über Stunden und noch mehr Stunden den Antenne-Bayern-Weihnachtssender laufen hatte und jedes Lied gefühlt dreimal vorkam. Und ich musste daran denken, wie ich vor ein paar Jahren aus dem Hamburger H&M auf der Mönckebergstraße geflüchtet bin, als "All I Want For Christmas Is You" aus ihren Kaufhausboxen an meine geplagten Ohren waberte. Das war wohl 2011, wie sollte es anders sein. Und irgendwie war mir heute schon wieder nach Flüchten zumute. Wenn nur einfach mal irgendetwas einfach wäre.

    Irgendwie hatte ich ja schon Pech bisher. Jeder Trottel wird irgendwann mal gerngehabt, gemocht, geliebt, bevor er zweiundzwanzig ist. Oder? Die haben so schön die Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen. Und drehen dementsprechend nicht gleich durch, wenn es mal wieder vorkommt irgendwann. Ich dagegen habe es einfach schon komplett aufgegeben. Und jetzt vermurkse ich mir alles damit, dass ich es mir einfach nicht erklären kann und mir die ganze Zeit einrede, mir alles nur einzubilden und eigentlich auf meinen (erneuten) Untergang zuzusteuern. Fürchterlich, ich sag's dir. Wie gut, dass ich es zumindest unbekannten Menschen und Bots in Form meines Blögchens mitteilen kann; irgendwo muss man diese dämlichen Geschichten ja abladen.

    Vielleicht kann ich JO gleich mehr Euskera beibringen, wenn wir reden. Was wäre das wundervoll.

  • Teenagertragik und Kokoskäufe

    Das ist genau, was ich meinte. Ich komme mir vor wie ein frischgebackener Teenager. Die dürfen das - das ganze Gedöns. Die ruckartig schwankenden Stimmungen, die Ahnungslosigkeit, die Verwirrung, die Zweifel, diese furchtbare Naivität. Im Geiste bin ich dreizehn. Eine Dreizehnjährige mit einer Begeisterung für Alkohol. Was für eine Mischung. Das ist doch entsetzlich.

    Jetzt mache ich mich gleich auf in die Arbeit. Bisher habe ich heute schon die glorreiche Tat vollbracht, mir für 80€ organisches Kokosöl zu bestellen (in der Tat sitze ich hier mit Kokosöl im Mund, auch wenn die zwanzig Minuten schon um sind und ich es langsam mal aus selbigem befreien sollte) - eigentlich wollte ich dreimal 1 Liter, nicht viermal, aber durch den vierten spare ich mir die Versandkosten. Und irgendwann kommt es ja doch alles weg. Ich habe nicht vor, mit dem Oil Pulling wieder aufzuhören. Du solltest mal meine Zähne sehen; die waren seit Ewigkeiten ganz widerlich gelb, und mittlerweile sind sie einfach mal kaum noch gelb. Wunderzeug, das Kokosöl. Und das organische schmeckt sogar nach Kokos.

    So. Irgendwas sollte ich mir auch noch zu essen machen für die Arbeit. Naja, zur Not nehme ich einfach Brötchen und Butter mit. Montag habe ich drei Riesensäcke Brot und Weckle von der Tafel gerettet; davon sind etliche bei mir in der Tiefkühltruhe gelandet und ernähren mich schon die ganze Woche.

    Aber genug gelabert; ich muss aufstehen. Leider. Boah, so antriebslos wie in letzter Zeit war ich auch schon ziemlich lange nicht mehr. Zwei Kurse geschwänzt diese Woche, mein Zimmer sieht aus wie ein Erdbebengebiet und ich habe völlig vergessen, containern zu gehen. Oh, aber jetzt, wo Kepa heute nicht da ist, könnte ich das ja heute Abend erledigen. Am Wochenende bin ich zwar eh nicht zu Hause, aber ein bisschen Kapazität ist noch in meinem Gefrierschrank und ich habe nächste Woche ja den Luxemburger da, den ich ja auch irgendwie durchfüttern muss.

    Ade, liebe Welt. Die fleißige Fachkraft macht sich auf zu ihrer anspruchsvollen Arbeit. Nein, ich bin kein bisschen alliterationsgeschädigt.

  • Hhhhhhngh...

    U-oh, was wird das denn schon wieder?

    Ich habe eben wieder mit Sebastiaan dem Luxemburger geredet. Der will nämlich nächste Woche von Montag bis Freitag herkommen und sich bei den Ämtern nach dem Wie und Wo und Was seiner Möglichkeiten hier informieren. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, als wäre irgendwas nicht ganz richtig. Einfach in dem Sinne, dass ich ihm über Umwege von Kepa erzählt habe und er nicht sonderlich begeistert schien. Er war zu.. negativ überrascht irgendwie. Und er sagte "der Glückliche", was schon wieder ausreicht, um mir ein schlechtes Gewissen zu machen, falls er irgendwie.. ach, keine Ahnung. Seit wann hab' ich Ahnung.

    Natürlich freue ich mich auch irgendwie, weil er "der Glückliche" sagte. Das gibt mir gute seelische Vorbereitung für morgen; vielleicht kann mich diese Art Bestätigung, dass ich keine reine Katastrophe bin, irgendwie über Wasser halten und verhindern, dass ich wieder durchdrehe und nur panisch in der Arbeit hocke und nichts geschafft kriege.

    Okay, wie's aussieht, werde ich eh nicht panisch in der Arbeit hocken, weil der liebe Kepa morgen in Augsburg lungert und eh nicht kommt.

    Erschreckend lange musste ich gerade auf das "kommt" starren, um herauszufinden, ob das nun zwei "m" waren oder nicht - sag hallo zum lieben Dornfelder.

    Der übrigens auch gerade dazu führt, dass ich fast heule, weil der Dämlack morgen nicht hier ist.

    Okay, das geht so nicht.

    In meinem Zustand ist das zu übersetzen mit "du bist mir vollkommen egal".

    Ich wusste es doch. Was auch sonst. Aber das wird bald wieder; ich werde jetzt nicht zwei Jahre lang hier hängen oder ähnliche Horrorgeschichten aus meiner Vergangenheit neu erleben, oh nein.

    Oh nein, oh nein, wenn ich jetzt anfnage zu heulen, hör ich doch ewig und drei Tage nicht mehr auf und ich muss doch die paar Absätze noch zu Ende übersetzen. Das alles formatieren und Gian schicken. Und so Zeug. Heulen ist da kontraproduktiv.

    Ich habe in letzter Zeit so oft das Wort "konterkarieren" im Kopf. Frag mich nicht, wieso. Vielleicht ist es einfach gerade dabei, sich (spät, aber doch) einen Platz in meinem aktiven Wortschatz zu erkämpfen.

    Ich habe heute Maialens Kurs geschwänzt, ich Böse.

    Ich bin so unglaublich traurig.

    Zu viel Wein von allen Seiten.

    Das kann doch nicht angehen; man kann doch nicht einfach anfangen und dann eigentlich gar nicht wollen. Und dafür alles Mögliche kaputtmachen. Wie mich zum Beispiel, argh. Jetzt bin ich mal wieder ein Kollateralschaden. Von was diesmal? Von einem Zusammenprall seiner selbst mit seiner Planlosigkeit. Wie tragisch.

  • Muffins und Arbeit

    Sofies Mutter hat mich eben angerufen und mir stellvertretend für Sofie für heute abgesagt - sie bleibt heute in der Schule und beobachtet ihre Küken beim Schlüpfen; dass da keine Zeit für Klavierunterricht bleibt, ist ja verständlich. Ich hab' mich außerdem sehr gefreut, weil mich dies dazu befähigt hat, ein weiteres Halbstündchen sinnlos herumzugammeln und mir Videos von der RNs-Muffinaktion 2011 anzusehen. Wenn ich schon endlich wieder ohne Probleme RN-Videos ansehen kann. (Oh herrliches Leben, oh wunderbares Leben. Für das, was ich der Zeit und dem Leben dafür entgegenbringe, ist Dankbarkeit noch untertrieben.) (Naja, oder fast ohne Probleme; der Player hängt sich andauernd auf, was das Ansehen doch irgendwie schwieriger macht, als es sein könnte. Aber das liegt ja nunmal an Linux, nicht an irgendwelchen Deppen in den Videos und schon gar nicht an mir.)

    Ich werde dann heute hoffentlich mit Gians Auftrag fertig; gestern habe ich es tatsächlich geschafft, mich zum Anfangen zu bewegen, und so viel ist es eigentlich gar nicht. Würde man denn einfach daran arbeiten.

    Weißt du was, ich geh' arbeiten.

  • Kein Dreifel, ich hab' ein Kontrablem

    Musik. Mit Moritz (oh herrliche RTL-Style-Alliteration, ich werd' nicht mehr), den du nur an ein Instrument setzen musst, damit er sich in eine von weniger ADS beeinträchtigte und dafür mit mehr menschlichen (schon wieder!) Kompetenzen und latent stärker ausgeprägtem Talent sowie einem etwas gleichmäßiger gelockten Pferdeschwanz genau so schwarzer Haare gesegnete Version von niemand Anderem als Şahin selbst verwandelt, und mit Sarah, die ..einfach Sarah ist. Da haben wir mal jemanden, von dem wir etwas lernen können. (Und er macht trotzdem keine Anstalten, uns mit Perfektion zu erdrücken wie mich seinerzeit der Ukumensch.)

    Und weil dieser Eintrag nicht komplett wäre (nachdem die anderen beiden schon abgehakt wären) ohne die Erwähnung der dritten und neuesten Chaosquelle in meinem Dasein: Ich hätte nicht mit Sarah über Kepa reden sollen. Sie hat es geschafft; Zweifel, Zweifel, Dreifel, ja, ich zögere kaum zu sagen, selbst Vierfel treiben sich wieder herum bei mir. Hat wenig mit Sarah an sich zu tun und sehr viel mit mir.

    Ich muss mich wieder erinnern, denn ich hab's fast vergessen: I am worthy of what I want. Which is security.
    I only want to feel safe, is all.

    Wie ich dahinkomme, ist die andere Frage.

    Edit: Scheiße, ich bin so übel gelaunt, ich hänge mitten in meiner allerglanzvollsten "Mach's kaputt, bevor es dich kaputtmacht"-Stimmung und finde sie ehrlich gesagt gerade ziemlich furchtbar und hätte gern, dass sie weggeht. Ich darf es nicht vergessen: Ich muss mir erlauben, keine Ahnung zu haben. Verwirrt zu sein, unsicher zu sein, verletzlich zu sein. Ich darf es nicht vergessen, denn in dem Moment, wo ich das vergesse, klappt sich bei mir wieder alles runter und ich mache es alles kaputt, bevor es auch nur den Versuch startet, mich kaputtzumachen. Das ist tragisch.

    Aber es macht mich doch irgendwo jetzt schon kaputt. Ich kann sowas nicht gebrauchen mit meinem immerwährenden Bedürfnis nach klaren Verhältnissen. Was ist so schlimm daran, etwas einfach zu versuchen. Lieber jemanden so im Nichts hängenlassen als im Zweifel einfach einen gescheiterten (aber ganzherzigen) Versuch mehr im Logbuch zu verzeichnen? Das ist grausam. Es ist alles grausam. Seine Gelassenheit ist grausam. Sein überhaupt nicht vorhandenes Kommunikationsbedürfnis ist grausam. Lernt man das irgendwann oder kann man das einfach so?

    Edit II: Vermutlich denke ich nur wieder zu viel, und zu viel Schwachsinn noch dazu. Warum nur muss ich andauernd so viel denken. Und so viel Schwachsinn noch dazu.

  • So ist das nämlich.

    Ich hab' zwar eigentlich keine Zeit.. aber ich mache ja sonst auch nichts Produktives, also kann ich genausogut die lieben Datenbanken hier mit Updates aus meinem Leben updaten. Und zwar.

    War ich in Darmstadt jetzt am Wochenende, mit Sarah und Peruaner-Pedro.

    Oh verdammt, gutes Stichwort - ich wollte Sarah schreiben. Moment.

    Gesagt, getan. Nach dem Wochenende brauche ich dringendst Klärung, inwieweit ich sie mit kepa-relateden Dingen in Berührung kommen lassen soll, denn meine Methode, einfach mal vorsichtshalber gar nichts zu sagen, hat mir ziemlich auf die Panikdrüse geschlagen. So mitteilungsbedürftig bin ich, dass ich einfach durchgedreht bin, weil ich die ganze Zeit nichts sagen konnte. Und es gäbe doch eigentlich viel zu sagen; irgendwo lungert er ja bei mir im Kopf doch immer herum. Verliebtsein ist anstrengend.

    Es ist wirklich anstrengend. Für mich wahrscheinlich mehr als für den Durchschnittsmensch, weil ich gerade mal wieder am Feststellen bin, wie abartig kontraproduktiv sich ein Selbstbild meiner Sorte auf den Gesamtzustand auswirkt, wenn einen wirklich mal jemand mag. Es wäre halt simpler, wenn man es auf irgendeine Weise nachvollziehen könnte. Komplexe können einem mehr kaputtmachen, als man sich vorstellen kann. Glaube ich. Vor allem steckt man so sehr drin, dass man dazu neigt, den Anderen als kaum verletzlich, unempfindlich, unsensibel hinzustellen, einfach weil man aus seiner Selbsterniedrigung heraus kaum mitbekommt, dass der Andere eventuell auch Gefühle haben könnte. Die man verletzen kann; die er wahrnehmen kann. Auf die Art haben uns Mama und ich früher immer gegenseitig zerstört. Wir sind ja beide so Spezialisten. Zwei von der Sorte, das ist tödlich, ich sag's dir.

    Ja. Was noch? Ich hab' am Sonntag Julia spontan angerufen, die ja in Darmstadt studiert, und siehe da, sie hatte Zeit und hat sich für ein paar Stündchen zu uns gesellt. Ganz schön, sie nach der ewigen Zeit mal wieder zu sehen zu bekommen, auch wenn wir nicht mehr wirklich die guten Freunde sind, die wir mal waren. Das macht eben das Leben.

    Abgesehen davon.. uff. Sebastiaan der Luxemburger kommt nächste Woche vielleicht her, Montag bis Donnerstag, und fragte, ob er dann hier übernachten kann. Dann hätte ich also meinen potenziellen Langzeitcouchsurfer schonmal für ein paar Tage auf Probe hier, was doch eigentlich so übel nicht ist.

    Eben war Lisa auf ein Teechen hier und wir haben Trudi die berauschende Erfahrung einer vollen Dosis Fotos von unserer Euskadi-Fahrt letzten Mai zuteilwerdenlassen; sie ist jetzt wohl nach dieser Kombination aus last Thursday's Euskal Afaria, Graziellas Besuch am Freitag und dieser bildlichen Erlebnisse mit all den wichtigen Charakteren in alles an Kuh-Kultur eingeweiht, das man sich nur vorstellen kann.

    Ich sollte mein Zimmer aufräumen. Und die Texte für Sprachkontakt morgen lesen. Und Gians Übersetzung anfangen. ARGH.

  • Radioactive, radioactive..

    Ich hab' einen Brief von Saskia bekommen und mich wie eine Schneekönigin darüber gefreut.

    In zwanzig Minuten sind Sarah und Peruaner-Pedro hier und holen mich ab, um nach Darmstadt zu fahren. Ich geh' mit, obwohl gestern Abend eine Erkältung erster Klasse bei mir ausgebrochen ist. Aktuell hänge ich im Schlafzeug im Bett und sollte eventuell demnächst damit anfangen, mich fertigzumachen und Sachen für den Ausflug zu packen. Frühstücken könnte man auch mal.

    Ansonsten war Kepatto hier, gestern und vorgestern, und siehe da, ich hab' es geschafft, ein bisschen was über die Gesamtsituation herauszufinden. Nicht viel, weil er selbst verwirrt ist, aber immerhin genug, um alle möglichen von den absurden Ängsten aus dem Weg zu räumen. Er mag mich. Ich ihn auch. Der Rest wird sich zeigen. Generell bin ich am Strahlen. Der reinste Atommüll.
    Es gibt so viel zu lernen.

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Hier übrigens mein anderer Blog, "Save the lettuce" - für Verwendung und gegen Verschwendung: http://aspestie.blog.de/

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