szmmctag

  • Bihar

    ..morgen.. ist es vorbei, das Semester.

    Aber viel wichtiger, das Lied.

    Viel kann nicht mehr kommen, so viele Lieder kann doch dieses verdammte Album nicht haben, denkst du zu Recht. Nur fange ich dann wahrscheinlich wieder von vorne an. Oder finde endlich Zeit, Atzo da bihar zu hören. (Oh, wo wir schon beim Thema sind.) Oder das Album, auf dem Itsasoa gara ist.

    Aber nun, Bihar.

    Gerade, Itxaropena hörend, dachte ich noch wie so oft, dass ich mir ein klein wenig verarscht vorkomme. 'Hainbeste maite ditudan zure begi tristeetan' - in deinen traurigen Augen, die ich so sehr liebe - was soll denn das. Weißt du, da strengt man sich so unfassbar übel an, nicht traurig zu sein, zumindest nicht so, dass es Leute sehen, man kämpft und fühlt sich gut dabei, das ja - aber die Augen, die er so sehr liebt, sind auch traurig. Wieso werden die traurigen Augen geliebt, meine hart-erarbeitet glücklichen, kämpfenden Augen dagegen nicht. Erklär mir das doch mal einer.

    Und jetzt, Bihar (hier sogar eine Version mit Text zum Mitsingen!) hörend, erschaudere ich schon wieder vor Andacht und denke mir, mindestens genau so unbegreiflich ist, wie ein Mensch, der so schreibt, überhaupt einem solchen Leid ausgesetzt werden kann. Wie man das aushalten soll, frage ich mich, das geschrieben zu bekommen und dann wegzugehen. Überhaupt jemals wegzugehen. Andererseits ist das wahrscheinlich auch wieder mein kombinierter Musik- und Sprachfetisch speaking, der mir ja eh tendenziell ganz gern mal das Leben versaut; es existieren ja doch (unbegreiflicherweise) Personen, die so etwas kalt lässt.

    Und wie um mich mal wieder richtig schön selbst auslachen zu können, begegnete ich gestern Nacht (weil ich so absolut in Klausurlaune war, noch mehr als heute) beim willkürlichen Durchkämmen meines Dateisystems einem Video entgegen, das JO vor einiger Zeit (konkret: am 17.7.13 - Oh Schock meines Lebens, das war vor einem ganzen Jahr?!) während eines ooVoo-Gesprächs gemacht hat. (Und wie sie sich einfach nur beömmelt..) Weil ich so glücklich war. (Man merkt's. Was für Drogen hatte ich da wieder genommen? Oh, richtig. Denak ez du balio. -Ich würde ja gern behaupten, heute, ein Jahr später, viel ruhiger und gelassener zu sein und wie ein Fels in der Brandung über allem zu stehen, aber andererseits, zu viel Begeisterungsfähigkeit hat noch keinem geschadet - und das Hypersein macht einfach zu viel Spaß.)

    Ich gehe dann mal schlafen und schreibe morgen noch Satzverstehen und bin dann durch mit allen Klausuren. Bisher hat es unfassbar gut geklappt; ich bin fasziniert. Also werde ich mir wohl verzeihen können, selbst wenn Sentence Processing morgen in die Hose geht.

  • Ez Nau Izutzen / Here you go, this is my legacy.

    Immer, wenn ich denke, es geht nicht mehr überwältigender..

    Ich höre zu viel dieses Album momentan. Ich kann nicht aufhören, es zu erforschen. Und ich bin bei Weitem nicht eloquent genug, um wiederzugeben.. wie.. es mich umhaut.

    Ich habe keine Zeit. Ich glaube, ich erwähnte. Aber ich kann nicht anders und lande immer wieder bei den vor einer Weile aufgetriebenen Texten und Übersetzungen.

    Diesmal ist es Ez nau izuzten. Das Lied, mein Lied, für wenn ich mal tot bin. Ich weiß nicht, wem ich es sonst sagen soll, daher hier. Ich hoffe, jemand liest sich den Schrott nach meinem Tod durch. Das würde ich mir wirklich sehr wünschen. Allein schon, damit sie dieses Lied finden. Und dann am besten sich hinsetzen und es durchgehen, Wort für Wort, und sich seinen Sinn zusammenreimen. That's the dream. Dass ich jemandem so viel wert bin.

    Dass ich jemandem Argiak schenken kann. Vielleicht sogar die Faszination mit der baskischen Sprache. Und als beste Voraussetzung dafür eben Ken Zazpi.

    So ein Gefühl. Ganz und gar nicht in Worte zu fassen. Irgendwas ist doch verkehrt mit mir; der Durchschnittsmensch lässt sich von Musik und Text nicht dermaßen überwältigen.

    Ez nau izutzen

    Ez nau izutzen gaurik ilunenak,
    ez nau beldurtzen erortzeak,
    Ez nau larritzen neguak,
    itzulgabeko bideak.

    Jada ez nau ikaratzen ezerk.
    Bakardade bortitzenak.
    Berriro ez nau itoko
    maite dudana uzteak, betiko!

    Jada ez nau izutzen azken laztanak,
    jada ez nau beldurtzen nekatzeak.
    Jada ez nau larritzen azken arnasak,
    eta orain betirako isiltzeak.

    Garenak ere geroan
    bizirik iraun baitu gugan.
    Ez naiz guztiz itzaliko,
    edukiko nauzu beti zugan.

    Inoiz minak irensten bazaitu,
    beti irriz oroitu nazazu.
    Ez da hilko eusten nauen arrazoi bakarra,
    ez da hilko maitasuna.

    Haizearen soinuan,
    izarretan,
    biharko egunsentietan,
    ta esan ezin diren gauza txikietan,
    ta ahaztu ezin direnetan,
    aurkituko nauzu,
    aurkituko nauzu. 

    Ez nau izutzen gaurik ilunenak
    ez nau beldurtzen azken arnasak.
    Inoiz minak irensten bazaitu,
    beti irriz oroitu nazazu.
    Ez da hilko eusten nauen arrazoi bakarra.
    Ez da hilko maitasuna. Ez da hilko.
    Ez da hilko.

  • Kappakoeffizientenverinnerlichungsvorhaben

    Bist du wirklich so gelassen, wie es rüberkommt? Wenn ja, wie machst du das? Ich hätte auch gern weniger Zurückschlaginstinkt, wie legt man den ab?
    Das gerade an Sara, die letztens einen kurzen Disput mit einem Möchtegernklugscheißer auf Facebook unendlich elegant und souverän ausgetragen und beendet hat.

    Man redet so viel mit Leuten, während man allein ist.

    Ich habe mir einen hyperstarken Kaffee gemacht, ihn geext und dann Statistical MT gelernt. Das IBM Model 1 kann ich jetzt zumindest, die translation probabilities, die Count-Funktion, dieses ganze Maximierungsgedöns. Mit Evaluation bin ich auch fertig. Bigram probabilities, precision, recall, f-score. Den Kappa-Koeffizienten sollte ich mir nochmal anschauen. Wie war das nochmal, [p(A) - p(E)]/(1 - p(E). Und auf die p(A) bzw (E) kommt man wie? Ach, ich weiß. Ich schau trotzdem gleich nochmal drüber.

    Implementieren sollte ich noch lernen. Oh, wie es mir graust vor LFG. Zu viele merkwürdige Symbole, die man nicht vergessen darf, weil es einem sonst sofort das ganze Ding nicht parst und man ewig nicht den Fehler findet. Ich habe keine Ahnung, wann man wo irgendwelche Zeichen hinsetzt. Klammern aller Art, Punkte, Pfeile, Kleene-Sternchen.. Au weia.

    Jetzt bin ich wieder unlernfähig. Geil - ich ruiniere mir jede Aussicht, den Scheiß zu bestehen, durch meine Unfähigkeit, einfach ein paar Tage durchgehend zu lernen.

  • Jumping objects & goodbyes for life

    Manchmal ist es eine Kuh, die springt, manchmal sind es Würfel mit Herzchenrelief drauf. Manjaro mag Bildschirmschoner, die springen. Ich mag sie auch.

    Manche können das ja, Abschiede fürs Leben. Manche haben so viele davon in ihrem Leben, dass es für sie fast alltäglich wird. Sie erzählen davon wie von ihrem letzten Supermarktbesuch. Es übersteigt mein Verständnis der menschlichen Natur.

    Ich kann nicht lernen. Zwei Klausuren morgen, und ich kann nicht lernen. Ich hänge hier herum in diesem unfassbar grauen Regenwetter - a rainy day again - und frage Caro Dinge in meinem Kopf. Hast du, dachte ich grad noch, hast du auch das Bild vor Augen, wie du ihn das letzte Mal gesehen hast? Sein Weggehen. Hast du hinterhergeschaut? Ich seh es von außen, von oben. In die Originalperspektive muss ich mich erst bewusst hineindenken. Der Zug war pünktlich in Bruchsal, 16.13. Er hat mich kurz gedrückt und ist rausgegangen, nach rechts raus. Ich hab mich nicht bewegt, meine Arme nicht, meine Augen nicht. Ganz lange.
    Wie hast du das so grandios überstanden? Wie hast du das denn hinbekommen, wie hast du es geschafft, mir zu sagen, dass du ihn wahrscheinlich eh gar nicht mehr geliebt hast? Wie hört man auf, ihn zu lieben, noch während er da ist?

    Genug jetzt. Ich opfere diesem Geist gerade zu viel Zeit. Lernen sollst du, lernen. Machine Translation lernen, damit zumindest der statistische Teil morgen klappt.

  • Astelehena, jai ondoko alferra..

    ..oder so. Nicht wirklich, ausnahmsweise.

    Was soll ich sagen? Ich habe gelernt. Sentence Processing. Psycholinguistics. Ein bisschen Machine Translation. Dann wieder Psycholinguistics. Dazwischen ein Stündchen Pause, Flammkuchen mit Trudi, eine Mail von Daniel, dem Euskera-Dozent - eine ganz rührende Mail, wegen der ich seit Stunden umwerfende Laune habe. (Es ist unbegrenzter Euskera-Unterricht in Sicht. So viel wir wollen. Ich werde sowas von dieses Angebot in Anspruch nehmen.) Antworten muss ich ihm noch, das würde ich am liebsten con tiempo machen, aber andererseits - Zeit ist bis Ende der Woche absolute Mangelware.

    Jetzt habe ich über eine halbe Stunde für die paar Zeilen Antwortmail gebraucht, und das, obwohl ich auf Spanisch geschrieben habe, nicht etwa auf Euskera-Pidgin. Da habe ich mir also etwas mehr Zeit genommen, als ich eigentlich hatte. Aber ich bin zufrieden mit meinem Werk. Zumindest habe ich es geschafft, nicht so viel zu sprudeln. Und zu vermitteln, was ich vermitteln wollte. Hoffentlich. Ich bin einfach immer noch so geflasht von der Mail. Ich sag' doch, der Mensch ist genial. Aaaaaaah!

    Dass der Zeitpunkt noch kommt, an dem ich über die Aussicht auf Extraunterricht irgendeiner Art dermaßen aus dem Häuschen bin, wer hätte es gedacht.

    Okay. Jetzt muss ich nur noch irgendwoher die Fähigkeit aufbringen, mir einzugestehen, dass niemand außer mir an keine unverdienten (und unverschämt viele) Credits gebenden Euskera-Konversationsstunden interessiert sein wird, und dementsprechend mich ein Mal die Woche mit Daniel alleine zusammenzuhocken und zu versuchen, euskarische Sätze zustandezubringen. Das erfordert nicht nur sprachliche, sondern auch zwischenmenschliche Kompetenzen, die zu besitzen ich vielleicht gerade einmal ansatzweise von mir behaupten kann. Ich bin zwar nicht mehr ganz so schlimm ängstlich, wie ich es in dunklen alten cipralexlosen Zeiten mal war, aber auch bei Weitem nicht der unschüchternste Mensch unter der Sonne.

    Naja, Wir werden sehen.

  • Es ist wie eine Droge. Nein, es IST eine Droge.

    Es ist schon nicht mehr zu beschreiben. Es ist einfach nicht zu beschreiben.
    Das versteht jetzt keiner, und ich hätte ohne die Übersetzung auch nichts verstanden, denn um mir das selbst zu erarbeiten, fehlt mir momentan doch irgendwo die Zeit.
    Aber ich sag' dir, Mensch, der du das nicht verstehst - und mich nicht verstehst, und überhaupt einfach mal nicht verstehst, was das soll - was ich die ganze Zeit von dieser Musik und dieser Sprache fasele - du ahnst nicht, welche Welten sich deiner Wahrnehmung entziehen.

    To Do für nach den Klausuren:

    - Umziehen.
    - Euskera lernen.
    - Gitarre lernen.
    - Argiak rauf und runter spielen, bis mir die Finger abfallen.

    Aurpegi zurbil nekatu hartan
    irrifarre bat margoztuaz,
    egunero hamabietan,
    kaleetan bakarrik.

    Bere zapata apurtuekin,
    bere soineko ederrenaz;
    Denek galdetzen zioten ‘zergaitik zoaz
    amets galduen geltoki zaharrera?'

    Barrez urrunduz agur zioen,
    ez zela berriz itzuliko.
    Beti galdetzen zioten ‘zergaitik zoaz
    amets galduen geltoki zaharrera?'

    Zer ezkutatzen zuen begi ilunetan?
    Zer kantatzen zion haizeari?
    Izenik gabeko mila muxu gordetzen zituen
    itxaropenaren trenaren zain.

    Bere soineko ederrenaz,
    zapata hautsiak oinetan,
    isil-isilik bueltatzen zen
    egunero hamabietan.

    Zer ezkutatzen zuen begi ilunetan? 
    Zer kantatzen zion haizeari? 
    Izenik gabeko mila muxu gordetzen zituen 
    itxaropenaren trenaren zain.

    Baina gaur ez da itzuli.
    Non dago? Ez da itzuli.
    Joan eta ez da itzuli.
    Non dago? Ez da itzuli.
  • kanpoan.

    Heue Nacht schlaf' ich draußen. Schlafe spät, wenig, zu wenig, aber lebe.

  • Meine Packfische

    Lustig. Ich hatte mir im Herbst 2012 in Barcelona so Fisch-Ohrhänger gekauft, die seitdem verschollen waren. Heute entdecke ich sie durch den ultimativen Zufall beim Packen in einer Krimskramskiste - verpackt in einem Cellpohantütchen - neben einem Päckchen Pflanzendünger. Kein Wunder, dass ich nicht früher in diese Tüte geguckt habe; wahrscheinlich dachte ich die ganze Zeit, es wären Pflanzensamen drin.

    Jedenfalls habe ich mich gefreut, die verloren geglaubten Hängerchen wieder in meinem Besitz zu wissen. Sie sind auch wirklich außerordentlich schön.

    Lisa und ich haben viel geschafft heute. Und weil mich der Lernwahnsinn nun endgültig in seinen Klauen hat, bin ich eben noch in die Stadt gefahren und habe einen kanadischen Rundschlag im Aldi veranstaltet und mir einfach alles an Schokoriegeln und Chips gekauft, das ich wollte. Ja, ich habe 14,38€ für Schokolade, Chips, eine Flasche Olivenöl, ein Kräuterbaguette und eine Packung Focaccia ausgegeben. Das Dekadenz-Event des Jahres, für meine Verhältnisse zumindest. Aber eben drum - ich erlaube mir Attacken dieser Art ab und an ganz gerne mal, weil ich sonst ja kaum Geld für Essen ausgebe. Irgendwas muss man doch davon haben, dass man sich praktisch ausschließlich von geretteten Lebensmitteln ernährt.

    Nun sitze ich wieder draußen auf der Terrasse und überlege, noch eine VL Psycholinguistik durchzugehen. Wo ich schonmal so schön drin bin.
    Ja, vielleicht sollte ich das tun.

  • Ikasten... Man lernt.

    Es fühlt sich kaum wie Lernstress an, obwohl ich den größten Teil des Tages nichts getan habe als Sentence Processing-Folien durchgehen. Keine Ahnung, ich dachte mir, vielleicht schaffe ich es ja noch bis Donnerstag, zumindest auf ein bestehensfähiges Niveau zu kommen. Und ich war dabei draußen, bei dem herrlichen Wetter bleibt einem ja wirklich kaum Anderes übrig. Mit eiskaltem, thermoskannengekühlten, minze- und melisseblätterversetztem Zitronenwasser und zeitweise den köstlichsten gebackenen Auberginen und Paprika mit Nudeln. Bis auf das ganze Lernen war es eigentlich ein perfekter Nachmittag. Auch wenn ich immer noch nicht dazu komme, The Black Market zu hören, obwohl ich es schon Mittwoch Nachmittag in der Stadt gekauft habe.

    Mittags waren Trudi und ich noch ein paar Bananenkisten vom Kaufland holen, sodass wir im Laufe der beiden letzten Tage wirklich einen schönen Stapel angesammelt haben und schon ganz gut ausgerüstet sind. Sie packt eh noch nicht, weil sie auch lernen muss. Auch wenn sie sich in einer Tour beschwert, dass sie noch Berichte schreiben muss und nichtmal anfangen kann zu lernen, und gleichzeitig komische Lichtreflexe aus Nacktbildern von sich herausschneidet und für Frequenzen oder Entitäten hält, was auch immer sie damit meint, und diese dann stundenlang anstarrt und wieder nichts geschafft bekommt. Manchmal.. wirklich.. au weia.

    Lisa kommt morgen her, um noch ein bisschen Machine Translation und Psycholinguistik zu machen. Sie schreibt zwar am Montag Phonetik, aber die paar Stunden nimmt sie sich Zeit. Was mich sehr freut, denn ich wüsste nicht, wie ich alleine das ganze Zeug lernen sollte.

    Gleich muss ich noch containern gehen, ich hab' kaum mehr was zu essen im Schrank. Hoffentlich kocht das Zeug nicht in der Tonne weg, bevor ich es retten kann. Aber jetzt erstmal noch eine Stunde Satzverarbeitung.

  • Volle Kanne rein

    Mein Zimmer wird von Tag zu Tag kahler.
    Umziehen ist aufregend, auch wenn ich nicht glücklich darüber bin, mein "home of three years" zu verlassen. Umso mehr freue ich mich aufs Einziehen. Der Einzugsteil ist doch immer der schönste.

    Peruaner-Pedro hat mir nochmal geschrieben, dass ich einfach bescheidsagen soll, wenn wir seine Hilfe brauchen. Beziehungsweise sein Auto. Er hat es mir schon letzten Samstag angeboten. Weiterhin hat er mir vorgeschlagen, zusammen mit einem Kumpel von ihm nach Liechtenstein zu wandern (was von hier aus jetzt nicht so der Akt ist, nach dem es sich im ersten Moment vielleicht anhört), allerdings nächstes Wochenende, wo ich eigentlich vorhatte umzuziehen (und sein Auto in Anspruch zu nehmen). Nuja. Man wird sehen, wie das sich alles zusammenfügt. Er hat mir schon wieder geantwortet, aber da ich gerade keinen Nerv auf Kommunikation mit nicht sehr vertrauten Leuten habe, habe ich die Nachrichten nicht angeschaut.

    Jetzt erstmal mit Sarah die Fahrt nach Hamburg und zurück klären, sie kam gerade zu Skype.

    Oder auch nicht, sie ist schon wieder weg. Aber sehr gut, dass sie sich kurz hat blicken lassen; ich hätte fast vergessen, dass wir zum Reden verabredet waren.

    Anfang August kommen meine Eltern wohl her. Sie bringen mir dann noch einiges an Zeug aus Oldesloe und können ja dann zur Not auch ein bisschen beim Umzug helfen, was mich in die privilegierte Situation bringen würde, Pedros Hilfsbereitschaft nicht ausnutzen zu müssen.

    Morfología war einfach. Ich sage nicht, dass ich alles richtig gemacht habe, aber zu bestehen war es auf jeden Fall. Eine von vier wäre somit geschafft. Bis Mittwoch habe ich jetzt Ruhe - und Zeit, mir den Stoff für die restlichen drei Klausuren anzueignen. Irgendeine davon werde ich schon noch bestehen. Hoffe ich. Am Wochenende lerne ich MT und Psycholinguistik mit Lisa. Sentence Processing muss ich allein bewältigen. Wenig Hoffnung in dem Gebiet. Pedro (Kepa-Pedro diesmal) meinte letztens, was ich so früh schon anfangen würde zu lernen. Eine Woche noch, ich solle mich lieber um Euskera kümmern.
    Und mir dann gleichzeitig befehlen, nicht zu failen - interessanter Humor. Vor allem hatte ich mich gerade so äußerst mühsam dazu gebracht, mit Psycholinguistik anzufangen. Uff.
    Ach je. Das kann noch was werden nächste Woche. Oder eher nichts.

    Ich habe mich mit Daniel heute über die Aussichten für Euskera im nächsten Semester unterhalten, und im Laufe des Gesprächs auch über den jetzigen Zustand, der da herrscht bei uns. Wir haben so lange gegenseitig auf uns eingeredet, dass ich zwei Busse hintereinander verpasst habe. Er hat mir angeboten, eine wöchentliche Konversationsstunde einzurichten! Ich bin halb geplatzt vor Begeisterung. Meine einzige Sorge ist, wie um alles in der Welt ich die Anderen dazu bringe, mit in die Konversationsstunde zu kommen. Alleine würde ich natürlich mehr lernen, aber ich bin auch immer noch mein altes awkward Selbst und nicht gewillt, mir die Stunden allein mit ihm um die Ohren zu schlagen. Zumal er nicht der kommunikativste Mensch aller Zeiten ist. Also, er redet zwar mit einem, und nicht gerade wenig dazu, aber auf einer sehr zweckgebundenen Ebene. Nicht so, dass man annehmen würde, er würde es auch mal freiwillig tun. Gar nicht, als wäre man ein Mensch oder etwas in der Art, mit dem man tatsächlich normal reden könnte. Aber dann, er ist auch nicht der Unverwirrteste unter der Sonne. Wer weiß, was in seinem Kopf alles vor sich geht. Vielleicht hat er mit sich selber ja genug zu tun und bekommt gar nicht so genau mit, dass seine Studenten wirklich existieren. Jedenfalls bin ich jetzt schon gespannt darauf, was sich für skurrile Gespräche ergeben, sollte diese Konversationsstunde je zustandekommen. Und ich bin auf die Wirkung gespannt! (Als wäre es eine Droge. Aber es ist eine Droge, und sogar eine der wenigen, die bei mir ordentlich wirken.)

    Da ich momentan solche Unmengen an Zeit habe, habe ich den Nachmittag mit Gelée- und Marmeladenproduktion verbracht. Sicher doch. Die drei unschaffbaren Klausuren direkt vor meiner Nase sind einfach noch viel zu weit weg. Wäre die Marmelade jetzt Euskera gewesen, hätte Pedro nichts mehr zu beanstanden gehabt. Ich bin doch nicht mehr ganz dicht.

    Aber immerhin habe ich jetzt ein halbes Schrankfach voll Marmelade und eine stattliche Sammlung Melonengelée. Nachdem ich drei wunderbare Melonen vorgestern (am hellichten Tag) containert hatte, musste ich die nunmal zeitnah verarbeiten. Dann noch die halbvertrockneten, verwaisten Orangen aus dem Obstregal dazu, die jeder Andere weggeschmissen hätte - um die 150ml Saft kamen da noch heraus. Und dann war ich halt schon so schön dabei und habe ein halbes Kilo der Mango-Nektarinen-Mischung von vor einer guten Woche gleich auch noch verarbeitet. Herrlich war das. Ich hoffe nur, sie werden alle schön fest.

    Manchmal denke ich wirklich, oh je, wie langweilig muss mein Leben aussehen.

    Dabei ist es so unheimlich ausgefüllt.

    Heute hatte ich weniger Panik als die letzten Tage. Was da los war, frag' ich mich. Das ging wirklich über weite Teile der Woche, ab Donnerstag Abend.

    Was ich mich noch frage - in letzter Zeit wieder verstärkt - wie das eigentlich funktioniert mit diesen merkwürdig sozial begabten Leuten, die so viele andere Leute kennen und von jedem gemocht werden. Sind sie nicht überfordert? Sind deren Kontakte oberflächlicher, weil sie weniger Zeit für jeden Einzelnen haben? Oder besteht ihr ganzes Dasein nur aus Kontakten und sie sind einfach nie allein und haben nie Zeit für sich? Ist es dann so, dass man jeden, den man mag, weniger doll mag und dafür einen ganzen Haufen verschiedenster Menschen, oder ist man eine Art sozialer Hypermensch und unterhält auf einer riesigen Skala tiefe zwischenmenschliche Bindungen? Liegen die Maßstäbe für eine Art Reizschwelle bei ihnen viel höher - muss ein Ereignis viel spezieller sein, um als wertvoll empfunden zu werden - oder haben diese Menschen ein so unsagbar wertvolles Leben, weil sie trotz allem Überfluss jeden einzelnen Moment in seiner Bedeutsamkeit zu schätzen wissen? Oder gibt es verschiedene Versionen Hypermensch? Was für eine selten dämliche Frage, natürlich gibt es das. Sie können ja nicht alle gleich sein. Trotzdem würde es mich einfach ungemein interessieren, wie solche Menschen ihre eigene Position in diesem Geflecht aus Fragen einschätzen. Vielleicht erklärt es mir ja irgendwann mal jemand.

    Ich versuche mal zu schlafen, und morgen geht's dann volle Kanne rein ins Lerndickicht.

  • Spinnen und Klausuren

    Bathroom scene.

    You'd die if you were using this bathroom right now, I say mentally to Trudi.
    I know she would not really die, of course. But I also do know she'd have come to me screaming the minute she set eyes on the spider.

    It was moving.

    The ones in the corners don't freak her out as much as the ones that roam the walls, in search of a new spot to set up a web, or maybe giving up their territory to a fellow who proved stronger in a fight. What do I know about spiders' ways. Maybe they don't fight the way I imagine them to. Maybe, if they do, the one who loses doesn't get to move away at all - maybe they just get eaten. Again, what do I know.

    Daddy longlegs is crawling along the wall in the direction of my left arm, about the height of the toilet paper holder. I'm observing him curiously. He swings back to where he started off in one swift movement; immediately he starts again, coming towards me. Watching him swing back yet another time, and then another and another, I'm sensing a pattern evolving. It's a pretty hopeless one. He's doomed to experience endless failure, it seems.

    I leave the bathroom and let him be. I don't mind him being there on his useless mission to explore my bathroom walls.

    Heute wurden wir offiziell Mieter unserer neuen Wohnung.
    Morgen dann die erste Klausur, Morfología - ich habe es sogar durch den ganzen Stoff durchgeschafft und fühle mich bestehensfähig vorbereitet, nicht zuletzt dank der Hilfe von meiner Mutter und Laura, die sich als Zuhörer aufgeopfert haben, um mir ein effektives, erklärendes Lernen zu ermöglichen - und ein anstrengender halber Unitag. Sentence Processing, das letzte Mal vor der Klausur. U-oh.
    Und Euskera. Geliebtes Euskera.

    Es ist alles vorbereitet. Ich gehe schlafen.

  • Behin ta berriz.

    Ich habe gerade das Problem, dass ich nicht aufhören kann, Itxaropena zu hören. Wie viele Stunden Schlaf mir das Lied schon gestohlen hat, ich will es gar nicht wissen. Wahrscheinlich wäre ich längst in meinem Bett kollabiert, lights on and all, würde mich nicht das Wissen, noch Zähne putzen zu müssen, davon abhalten. Zum Aufstehen bin ich aber viel, viel zu todesfertig und hänge daher lieber weiter halbkollabierend hier mit Itxaropena (aber ohne viel Hoffnung, die nächsten beiden Wochen inklusive Klausuren lebend zu überstehen). Das ist ein Dilemma, ich sag's dir.

    Caro geht es nicht gut gerade, und ich habe ihr eben das Lied geschickt. Das war eine Überwindung, ich sag's dir. Das Lied ihr zu schicken. Aber sie sagt, sie weiß es zu schätzen. Hoffentlich ist das wahr. Ich dachte mir, vielleicht hört man die Hoffnung aus dem Lied heraus, selbst wenn man von der Sprache keine Ahnung hat. Vielleicht sucht sie ja zumindest das Wort irgendwo im erstbesten Online-Wörterbuch, das ihr entgegenkommt. Das wäre schön. Ich muss es nochmal hören. Nein, ich muss ganz dringend auf meine acht Stunden Schlaf heute kommen. Ja, aber ich muss es nochmal hören. Was für eine Sucht.

    Zugan sinisten ez duzun uneetan
    Entzun barreneko ahots xume hau
    Konpromesu ta kontraesanetatik
    Azaleratzen den garrasi isil hau

    Senti ezazu distira bat itzaletan
    Hitzak lehertzen direnean
    Behin ta berriz, ezintasunen gainetik
    Aske irauten dugula
    Senti ezazu...

    Itxaropena ezin da giltzatu
    Gure bihotz minduetan libre da
    Zigortu arren, bat egiten gaitu
    Malko bakoitzean, pausu bakoitzean

    Senti ezazu distira bat itzaletan
    Hitzak lehertzen direnean
    Behin ta berriz, ezintasunen gainetik
    Aske irauten dugula
    Senti ezazu...

    Bisetako mosuetan
    Umeen irrifarreetan
    Hainbeste maite ditudan
    Zure begi tristeetan...

    Ahots isil hau entzun..
    Itzaletatik entzun..
    Senti nazazu gertu..

    Senti ezazu distira bat itzaletan
    Hitzak lehertzen direnean
    Behin ta berriz, ezintasunen gainetik
    Aske irauten dugula
    Senti, senti ezazu distira bat itzaletan
    Hitzak lehertzen direnean
    Behin ta berriz, ezintasunen gainetik
    Aske irauten dugula
    Senti, senti ezazu itzaletan
    Hitzak lehertzen direnean...


    Nochmal. Jetzt um zu kontrollieren, ob ich alles richtig abgetippt habe. In dem komatösen Zustand wäre es eigentlich ein Weltwunder.

    Und jetzt nochmal. Nein. Jetzt schlafen. Schlafen!

  • I'd leave the lights on.

    Das ist doch schlichtweg ergreifend.

  • Messy - in a good way.

    Zum ersten Mal in meiner Lebenszeit.
    weltmeister

    Das verdrängt doch fast das Bild in den Tod stürzender Männer auf einer gigantischen Baustelle und der Verzweiflung in den Gesichtern der Vertriebenen, den Gedanken an die ungeheuren Massen an Geld, die an diesem Abend neue Besitzer finden. Irgendwie kam mir das alles kurz vor Spielende nach langer erfolgreich aufrecht erhaltener Verdrängung wieder in den Sinn. Dann gewann das deutsche Team das Spiel.

    Wie sagte Susmita so passend - "it's getting messy!"
    Except in a good way.

    Ich hätte eigentlich gern noch ein bisschen was geschrieben, aber kann nicht mehr. Morgen Arbeit. Donnerstag Morfología. Igitt.
    Schlafen.

  • Binfire

    Seit gestern haben wir dann auch endlich mal einen Bandnamen.

    Da merkt man, wie ausgehungert ich nach körperlicher Nähe bin. Unser Konzert war wundervoll, und seitdem Lena danach den Sambuka aufgemacht hat, bin ich angemessen dicht und habe den halben Abend mit ihrem peruanischen Mitbewohner Pedro getanzt (falls man das so nennen kann, wir sind jetzt beide nicht die Riesenleuchten im Tanzen) und dazwischen offenbar ein paarmal über zehn Minuten mit Sebi herumgestanden und wir haben uns wirklich einfach nur umarmt und es war total schön, und Trudi fragte nachher schon, ob mit uns wirklich nichts läuft, aber natürlich tut es das nicht, ich war einfach nur sehr betrunken. Aber schön war es und ich bin mal wieder traurig, so wenig von diesem Teil des Lebens abzubekommen außer an so raren wie schönen Abenden wie diesem. Und auch ein wenig, dass Sebi er selbst ist und definitiv nichts läuft.

    Wann tanze ich schonmal, das sagt eigentlich schon alles.

    "No más vueltas", sagte ich irgendwann zu Pedro, weil ich Angst hatte, dann zu kotzen. Er hat es ein paarmal vergessen, aber ansonsten gewissenhaft meine ganzen Vueltas für mich mitgetanzt. Was für ein niedlicher Mensch. "Es que bailamos con muchas vueltas."
    ("Bueno, bailas con muchas vueltas. Yo ya no!")

    Was werde ich mich killen, wenn ich den Eintrag nachher lese. Was werde ich mich einfach nur killen. Ich habe gerade erstmal ein halbes Lied geschrieben und werde gleich schlafen gehen, weil ich doch ziemlich müde bin und das Gefühl habe, gleich zu kollabieren. Laura hatte mir noch geschrieben, aber sie ist offenbar inzwischen auch weg.

    Ich freue mich so sehr, dass Trudi eine gute Zeit hatte bei uns. Und Susmita und Divinah auch, hoffe ich, und auf unsere Aufnahmen bin ich so gespannt und auf die ganzen Bilder auch. Pedro hat gefilmt, das Material anzusehen wird auch nochmal spannend.

    Gute Nacht.

  • Mitgenommen

    Also, ich war ein paar Stunden bei Sara, zum Zwecke ihrer kinesiologischen Übung. Habe heute auch ihre Tochter mal kennengelernt, eine ganz Süße (was schon mehr ist, als ich von den meisten Kleinkindern behaupte).

    Die Arbeit mit ihr war heute voll von erstaunlichen Ergebnissen. Ich kam mit Panik bei ihr an, und es hat erstmal ewig gedauert, bis wir vernünftig anfangen konnten, aber sobald das erstmal gedämpft war und wir ein paar Tests durchgeführt hatten, stellte sie unverarbeitete Emotionen bei mir fest. Dann war ich erstmal kurz wieder von Panik blockiert, aber wir haben es nochmal versucht. Und dann kam von ihr erstmal aus heiterem Himmel: "Es geht um unterdrückte Sexualität. Das gibt dem Ganzen ja nochmal nen ganz neuen Blickwinkel."

    Ihrer Meinung nach wurde mir in der Vergangenheit von einem falschen Sexpartner tiefes Leid zugefügt, das mich durch die nächsten neun Leben bis hin zum jetzigen nicht mehr losgelassen hat. Wir haben dann ein bisschen daran gearbeitet, herauszufinden, ob ich ihm vergeben kann. Ich saß einfach nur verwirrt rum und habe abartig geheult und dann versucht, einem unbekannten Menschen von vor neun Leben eine Tat zu vergeben, an die ich keine Erinnerung habe. Es ist zwar völlig abstrus und vor allem ist mir klar, dass ich nicht wirklich rüberbringen kann, was wir während dieser Arbeit genau durchmachen, aber es hat so einen Nerv bei mir getroffen, dass ich einfach nur mitgemacht und bereitwillig kooperiert und mich darauf eingelassen habe. Was für ein Chaos. Was für eine abstruse Situation. Sie sagt mir auf den Kopf zu, worüber ich kaum je in meinem Leben auch nur zu sprechen geschafft habe. Ich hatte ihr ganz am Anfang gesagt, dass es ein paar Sachen gibt, die glaube ich einfach zu riesig sind, um überhaupt damit anzufangen. Das war eine von ihnen.

    Als wir fertig waren, war meine Panik komplett weg.

    Langsam kommt sie wieder, abgeschwächt. Sara meinte, ich sollte etwas Gutes für mich machen, nach dem, was ich heute geschafft habe. Ich weiß nur nicht, was. Eigentlich tue ich permanent gute Sachen für mich. Zumindest kurzweilig gute. Oh, die Sonne. Ist das wirklich die Sonne? Ich hab' sie schon so lang nicht mehr gesehen.

    Sara sagte auch, ich würde die Welt erhellen. Und sie würde bei mir fast keine Maske sehen. Sie hat gestern über Masken nachgedacht, genau dann, als ich über Transparenz nachdachte. Sie ist ein ganz außergewöhnlicher Mensch. Ganz, ganz außergewöhnlich.

  • Baden auf dem Uranus - Ängste, Vertrauen und Transparenz

    Panik, warum hab' ich Panik? Irgendeinen Grund gibt's doch immer, so versteckt er auch sein mag.

    Gehen wir durch. Umzug? Nein, da sind zwar Sachen unklar, aber solche Sorgen bereitet mir das nicht. Außerdem hab' ich vorhin erfahren, dass wir am 16. Wohnungsübergabe machen und somit schon zwei Wochen vorher anfangen können, die Sachen reinzustellen. Genau wie es geplant war.

    Klausuren? Nein, dafür bin ich zu resigniert. Oder? Sentence Processing? Da erst recht.

    Der winzige schriftliche Disput mit Laura eben? Aber das hat sich doch in Windeseile geklärt. Auch wenn mir seitdem nach Heulen zumute ist, warum auch immer. Dabei war eigentlich ich diejenige, die ukumenschlich reagiert und einfach Gespenster gesehen hat. Angriff ist die beste Verteidigung.

    Morgen? Steht irgendetwas an, das mich in Panik versetzen könnte? Nein, ganz im Gegenteil. Ich gehe zu Sara, seit ganz Langem endlich mal wieder. Darauf freue ich mich - ich mag sie und sie scheint mich auch zu mögen. Wirklich kein Grund zur Panik there. Dann viel freie Zeit. Vielleicht habe ich Panik, dass ich wieder nichts lernen könnte. Aber vielleicht auch nicht. Dann Bandprobe. Warum um alles in der Welt sollte ich vor der Bandprobe Panik haben.

    Konzertchen? Ach was für ein Schwachsinn, natürlich nicht.

    Äh. BUND-Fest? Auch nicht. Dass das Wetter schlecht werden könnte? Als wenn. So weit ist es noch nicht mit mir, dass die Aussicht auf schlechtes Wetter mir den Garaus machen könnte.

    Was geht mir denn noch durch den Kopf. Dass ich verwirrt bin? Aber wieso dann Panik.

    Ich blick es einfach nicht.

    Vielleicht habe ich Angst vor dem Leben. Erwartungen nicht zu erfüllen. Dinge verzerrt zu sehen, nie zu wissen, was eigentlich Sache ist. Das Übliche.

    Ich schätze sehr an mir meine relativ neugewonnene Eigenschaft, mit einigen Menschen, denen ich vertraue, sehr offen zu sein. Ich weiß nur nicht, ob ich es richtig mache. Manchmal habe ich das Gefühl, nicht richtig kommunizieren zu können, wenn ich versuche zu sagen, dass mir bewusst ist, dass ich etwas nicht gut mache. Man müsste mich unmenschlich gut kennen, um rauszuhören, dass es kein bisschen 1) selbstverständlich und 2) Fishing for Compliments ist, wenn ich mal wieder jemandem meine Unsicherheit über den ein oder anderen Faktor auf die Nase binde. Aber es wird immer schlimmer; je mehr Vertrauen ich Leuten entgegenbringe, desto häufiger werde ich ihnen so etwas mitteilen. Es ist ein Zeichen dieser verqueren Situation an sich, dass ich zwar inzwischen schaffe, überhaupt drüber zu reden, mir dann aber wieder einen entsetzlichen Kopf darüber mache, ob es auch richtig verstanden wird. Ich will nicht hören, "ach was, das ist doch nicht weiter schlimm" oder Derartiges - natürlich hab' ich nichts dagegen, sollte es denn tatsächlich der Fall sein, aber darauf bin ich nicht aus - ich will auch prinzipiell nicht jammern, ich sag' einfach nur, wie's ist, und versuche dabei, wirklich das zu projizieren, wie's bei mir drinnen nunmal aussieht. Und wenn es sich so unfassbar leicht dahergesagt anhört - natürlich tut es das. Das ist doch eine gängige Taktik, nehme ich an. Es soll sich nicht so anhören, als wäre einem das eben Gesagte unglaublich wichtig, dann kann es so viel leichter mitgeteilt werden. Und es ist doch eigentlich ziemlich mitteilungswürdig und sollte nicht die Ausnahme sein. Weil ich auch weiß, dass jeder einzelne Mensch irgendwelche Ängste hat und Unsicherheiten. Manche mehr als andere, aber wir haben sie alle. Das gehört zum Transparentsein dazu, und das ist ja bekanntlich mein erklärtes Ziel.

    Ich, von allen Menschen, will transparent sein. Da denkt man sich doch auch nur, Himmels Willen, was denn noch. Möchte sie demnächst vielleicht auf dem Uranus baden gehen? (Fangfrage. Wie ich nachweislich irgendwann mit vier schonmal wusste, dann vergessen und letztendlich von meinem vierjährigen Ich wieder gelernt habe, ist da "Methan drauf, da kann man nicht drauf wohnen". Und baden schon gar nicht. Duschen vielleicht, wobei das jetzt auch ein wenig ins Makabere geht.)

    Aber versuchen kann man es doch mal. Mit Arbeit soll viel erreichbar sein. Und wenn ich Steiner richtig verstehe, sind die Glasmenschen der Zukunft auch eher metaphorisch durchsichtig. Sprich, ich wäre anthroposophisch betrachtet auf dem richtigen Weg.

    Und, was lustig ist, jetzt ist die Panik geschrumpft. Vielleicht musste das einfach alles mal gesagt werden.

  • Got Some Labeling Done (But Not Much Else).

    Und die Zwei-Tage-Uniwoche wäre geschafft! Ich habe heute (was jetzt nichts mit der geschafften Uniwoche zu tun hat) beschlossen, mich bis auf Weiteres als Romantic Gray-A zu klassifizieren, und bin einfach mal gespannt, inwieweit mir das Label den Umgang mit allem Sexualität Betreffenden erleichtert.

    Was für eine Tat. Dafür, dass mir das ganze Thema zu schaffen macht, seit ich denken kann, fühle ich mich doch sehr unspektakulär. Aber wie soll man sich auch schon vorkommen; es ist ja im Grunde nichts Neues. Ich habe mir nur mal die Mühe gemacht, konkret zu forschen, ob es in der Welt für das, was ich zu sein scheine, eine Entsprechung gibt. Und natürlich gibt es sie, wie soll's anders auch sein. Es hat doch heutzutage alles einen Namen. Irgendwie ist es trotzdem nicht ganz einfach, alles für sich selbst auszufiguren. Ich werde daran noch ein paar Jährchen zu knacken haben.

    Was mir noch zu schaffen macht (auf anderer, akuterer Ebene), sind natürlich die heranrollenden Klausuren. Iiieh. Ich habe heute Sentence Processing geschwänzt, weil ich schlafen musste, bin also nach Morfología (letztes Mal vor der Klausur war das heute) ab nach Hause und dann zu Euskera wieder in die Uni. Man hat ja sonst nichts zu tun, als seinen schlechtesten Kurs zu schwänzen und stattdessen zu schlafen. Aber da wir in Satzverstehen mit 5 Leuten hocken, hätte ich kaum dort schlafen können. Auch wenn mein Beitrag zum Unterrichtsgeschehen sich dadurch nicht ansatzweise verringert hätte.

    Heute Abend habe ich tatsächlich nichts vor. Das gibt mir theoretisch Zeit, ein bisschen MT zu lernen, oder Psycholinguistik oder sogar Satzverstehen. Praktisch gesehen hat es mir bisher Zeit gegeben, richtig lecker zu essen, Marmelade zu machen, diverse Bestandteile meines Kücheninventars in Kartons zu verfrachten, meine Asexualität zu analysieren, mir über alles Mögliche Gedanken zu machen, kurzum, für sehr viel. Gelernt hab' ich noch nichts, außer ein bisschen Euskera vorhin mit Pedro.

    Gerade haben Trudi und ich zusammen zu Abend gegessen und uns dabei gegenseitig Anekdoten über unsere Paranoia bezüglich dem, was die Außenwelt von uns denkt, erzählt. Mein Liebling von ihr war, wie sie im Bus immer versucht, nicht in der Nähe der Tür zu stehen, damit sie Rollstuhlfahrern nicht beim Ein- oder Aussteigen helfen muss. Genau wie ich hat sie nämlich die Befürchtung, sie könnte es nicht schaffen, das Rampending auszuklappen, und alle würden sie anstarren / zur Schnecke machen / denken, sie wäre bescheuert, und sie müsste dann sterben / im Boden versinken / allgemein ein unangenehmes Schicksal erleiden. Einer meiner eigenen Beiträge war die Geschichte, wie ich voll bepackt mit Einkäufen, telefonierend und mit dem AG in der Hand im Bus stand und dieser Frau vor mir eine Kiwi aus ihrer Tasche direkt vor meine Füße rollte, ich, sie unentwegt fixierend, erst zu Ende telefonieren und sie dann aufheben wollte und aber, bevor ich dazu kam, eine Frau von hinter mir ankam und sie mir wegschnappte, um sie der Besitzerin zurückzugeben, ich dann unfassbar aggressiv wurde und am liebsten die Aufheberin angemeckert hätte, ob sie mir etwa unterstellen würde, nicht fest vorgehabt zu haben, das Ding selbst aufzuheben. Ich hatte bestimmt eine halbe Stunde lang danach schlechte Laune ob diesem Mangel an Vertrauen, das da in mich gesetzt wurde. Absurder geht es kaum. Allerdings war ich zu der Zeit auch gerade im Absetzen der Medis begriffen und generell anfällig für Wahrnehmungen der verzerrteren Sorte.

    Awgh, ich glaube, ich hab' mal wieder einen leichten Anflug eines Verwirrungsproblems.
    But, then, wann habe ich das nicht.

  • Ich muss los, keine Zeit für Titelsuche.

    Shit, das war zu wenig Schlaf. Ich hätte einen ganzen Vorrat für die beiden Unitage gebraucht und habe nun aber keinen, eher das Gegenteil, also wird morgen weiter Energy gesuchtet (zumindest besteht Pedro darauf, dass es eine Sucht ist) und dank Simóns irriger Annahme, zu einem Kurs um 8.15 würden vielleicht weniger Leute kommen (den Kurs nicht mehr als Wahlpflichtfach zu zählen hätte vielleicht mehr geholfen, die Teilnehmerzahl zu verringern), sich nach einer weiteren zu kurzen Nacht aus dem Bett gequält. Falls mir nicht das Gleiche passiert wie heute und ich einfach den Wecker ausmache und weiterschlafe. Aber zumindest kann heute Nacht nicht wieder eine Euskal musika-Party stattfinden, weil sich ja der dazugehörige Kepa schon Richtung Augsburg aus dem Staub gemacht hat. Was war das gestern herrlich. Mir fällt gerade wieder ein, wie ich betrunkenerweise meinen Laptop umarmt habe vor lauter Dankbarkeit für die ganze wunderbare Musik, die er ausgespuckt hat. Sarah lag, ab und an leidende Geräusche von such gebend, daneben herum und wollte schlafen. Und Susmita war so klug, uns bereits im Vorfeld anzuflehen, sie nach Hause gehen zu lassen, sodass ihr dieses Erlebnis erspart blieb.

    Halbe Stunde noch, dann ist Bandprobe. Unser Gartenkonzertchen am Samstag wird wieder einmal nicht so ausfallen, wie es sein könnte, aber ich habe inzwischen ein gewisses Grundvertrauen in Sebis Entwicklungspotenzial aufgebaut. Er hat sich daran gemacht, für all unsere Songs Soli zu schreiben, und ob man's glaubt oder nicht, das ist etwas, das er wirklich kann. Umsetzung ist dann wieder was Anderes, aber oh well. One step at a time. Ich mach' mich dann mal auf.

  • Monster Man

    Do you know the monster man, the monster man, the monster man
    Do you know the monster man who lives down mem'ry lane?

    Yes, I know the monster man, the monster man, the monster man
    Yes, I know the monster man who lives down mem'ry lane.

    We all know the monster man, the monster man, the monster man
    We all know the monster man who lives down mem'ry lane.

    Yes, we know the monster man, the monstrous frightening monster man
    We all know the monster man, but we go there anyway.

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Hier übrigens mein anderer Blog, "Save the lettuce" - für Verwendung und gegen Verschwendung: http://aspestie.blog.de/

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